von am 28. Dezember 2012

Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir diesmal unseren Rückblick auf das Jahr 2012 beim Neukoellner. 

Von Dominik Sindern und Sabrina Markutzyk

Zum ersten Mal waren wir dieses Jahr Medienpartner von 48 Stunden Neukölln.  Im Rahmen des Kulturfestivals haben wir insgesamt 29 Artikel veröffentlicht. Hier könnt Ihr nochmal unser Fazit, das wir zusammen mit Festivalleiter Martin Steffens gezogen haben, nachlesen. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe, die übrigens am 28. Juni 2013 startet.

Regelmäßig begleitet haben wir die Entwicklung um das Tempelhofer Feld. Im Laufe des Jahres wurden die Pläne für eine Gartenschau verworfen und vor kurzem begann die Sammlung von Unterschriften für ein Volksbegehren gegen die Bebauung des Feldes.

Ein weiteres großes Thema in diesem Jahr war die Diskussion um Gentrifizierung: Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag der Senatsverwaltung sah Neukölln noch wenig gefährdet, im Schillerkiez führte derweil der Missmut bis hin zu Sachbeschädigungen von Geschäften, wofür wir wenig Verständnis hatten. Aus der Debatte um Sinn und Unsinn von solchen Aktionen entstand die Hipster Antifa, die eine provokante Gegenposition einnahm. Fürs nächste Jahr wünschen wir uns übrigens weiterhin, dass wieder mehr miteinander gearbeitet wird, als sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben.

Ein weiterer großer Aufreger war das Buch „Neukölln ist überall“ von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky. Hier nochmal unsere Rezension zum Buch und unser Interview mit Buschkowsky: Teil 1 und Teil 2.

Im Herbst setzten wir außerdem einen Schwerpunkt zum Thema Wirtschaft in Neukölln. Das hieß bei uns Markt & Moneten.

Unabhängig von den großen Themen haben wir bei uns in der Redaktion einzelne Texte besonders lieb gewonnen, auf die wir hier gerne noch einmal hinweisen. Unsere fünf Top-Favoriten des Jahres:

  • Der Erinnerungsspaziergang mit Regina Schwenke über Neukölln während des zweiten Weltkriegs: Krieg in Neukölln
  • Der Filmbeitrag über das Café Ole in der Boddinstraße und seinen gehörlosen Wirt Sezer Yigitoglu: Stiller Service
  • Der Erfahrungsbericht von einem Treffen mit einem Glatzenfetischisten: Die Glatzenkupplerin
  • Das Interview mit der Bezirksverordneten Anne Helm (Piraten) über das Flüchtlingscamp am Brandenburger Tor und die Flüchtlingspolitik in Neukölln: Heißes Eisen Flüchtlingsproblematik
  • Der Bericht über die große Fahrrad-Sause am Tempelhofer Feld: Wer Rücktritt sät…

Am meisten gelesen wurde übrigens der Bericht vom nächtlichen Schlittschuhlaufen auf dem Schifffahrtskanal. Mal sehen, ob die Temperaturen nächstes Jahr sowas noch einmal ermöglichen. Insgesamt hatte der Neukoellner in diesem Jahr etwas mehr als 100.000 Besucher. Wir möchten uns bei allen dafür bedanken und besonders bei der Ida Nowhere und dem Café Myxa, dass wir bei ihnen temporär unsere Zelte aufschlagen durften!

Zum Abschied gibt es noch eine Galerie aus allen Wochenschau-Titelbildern des Jahres. Viel Spaß damit! Und bei so viel Fazit freuen wir uns über selbiges von Eurer Seite. Was hat Euch besonders gefallen oder vielleicht auch nicht? Was wünscht Ihr Euch von neukoellner.net im nächsten Jahr? Einfach unter den Artikel Eure Meinung posten oder schreibt eine Mail an info@neukoellner.net.

 

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