Was tun gegen Nazis

Mobile Plakate. Foto: Anti-AfD-Demo in Rudow

Wir leben in unruhigen Zeiten, rechtes Gedankengut schleicht an der Hintertür rum und lungert an einigen Orten ganz unverhohlen schon mitten auf der Straße. Wir haben uns auf der Straße und im Netz umgeschaut und stellen Initiativen aus Neukölln und Berlin vor, die sich gegen Rechts stark machen.

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Freitag, 12. Oktober 2018

Rassismus und menschenverachtende Äußerungen sind drauf und dran, gesellschaftsfähig zu werden. Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. So traurig, so wahr. Doch: Wir können uns wehren. Es gibt viele Möglichkeiten sich mit einfachen Mitteln für Vielfalt und gegen Rechts stark zu machen und für eine eine offene Gesellschaft und soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Für Lust und Liebe statt Hass und Hiebe! Wir haben für Euch mal die wichtigsten hiesigen Initiaven zusammengefasst.

Bündnis Neukölln – aktiv gegen rechte Strukturen
Das Bündnis Neukölln will neonazistischen und rechten Strukturen und Aktivitäten in Neukölln aktiv entgegenzuwirken – mit Infos, Veranstaltungen, Kampagnen und Demonstrationen. Die Bündnis-Aktionsgruppe „Aufstehen gegen Rassismus“ trifft sich alle zwei Wochen montags um 19 Uhr. Hier findet ihr die aktuellen Termine, Social-Links und könnt euch in die Mailverteiler eintragen. Unter dem Motto „Reclaim your hood“ organisiert das Bündnis in Südneukölln einen Putzspaziergang zusammen mit der Menschenrechtsaktivistin Irmela Mensah-Schramm:
Treffpunkt: Sonntag, 14. Oktober 2018, 13:30 Uhr, U-Bhf. Rudow, Neuköllner Str. 344

Wimpeln gegen Nazis
Die Kampagne „Kein Ort für Nazis“ hat als einen Teil ihrer Arbeit gegen Neonazis und Rassismus das Wimpel-Projekt ins Leben gerufen. Den unübersehbaren und grafisch gut gestalteten „Kein Ort für Nazis“-Wimpel gibt es in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch und Hebräisch hier zum Download.

Hufeisern gegen Rechts
In der Hufeisensiedlung hat es in letzten Jahren Brandanschläge, einen Sprengstoffanschlag, mehrere Angriffe mit der Folge schwerer Körperverletzungen sowie Hetze gegen die anliegenden Flüchtlingsheime in und in unmittelbarer Nähe der Siedlung gegeben. Die Täter stammen aus der Neonazi-Szene, ihre Opfer sind Menschen, die das braune Treiben nicht widerspruchslos hingenommen haben oder hilflos ausgeliefert sind. Um demonstrativ Solidarität mit einer Familie, die von der Nazi-Szene terrorisiert wurde, zu zeigen, gründeten Anwohner*innen 2012 die Initiative „Hufeisern gegen Rechts”, die seitdem unermüdlich gegen rechte Aktivitäten kämpft.

Kein Bock auf Nazis
Der Punk unter den Initiativen: lautstarkes und sprachgewaltiges Material, um sich gegen rechte Dumpfbacken stark zu machen. Die Postanschrift liegt mitten in Neukölln, die Initiative agiert deutschlandweit und mit prominenter Unterstützung.

Berlin gegen Nazis
Man muss noch nicht mal die Wohnung verlassen, um aktiv gegen rechtes Gedankengut vorzugehen. Tipps, wie man u.a. gegen Hetze auf digitalen Plattformen vorgeht und was jeder einzelne gegen rassistische Umtriebe tun kann, gibt die berlinweite Kampagne „Berlin gegen Nazis”.

Aufstehen gegen Rassismus
Die deutschlandweite Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus” hält eine Menge Material bereit, um sich bunt und aufmerksamkeitsstark gegen Rechts zu positionieren. Hier kann man Material und Aktionskits bestellen. Hilfreich ist auch die Stammtischkämpfer*innen Pocket-Broschüre mit Tipps, was man ausländerfeindlichen Sprüchen und dummen Alltagsrassismus entgegenschmettern kann.

Großdemo #Unteilbar
Zusammenstehen für eine offene Gesellschaft und soziale Gerechtigkeit: Ein breites Bündnis von zahlreichen – auch Neuköllner– Initiativen, Institutionen, Gewerkschaften, Parteien und Prominenten rufen zu einer großen Demonstration auf. Samstag, 13. Oktober 2018, ab 13 Uhr, Alexanderplatz

 

Straßenspaziergang #NoNazis

Wandbotschaft an der Bushaltestelle. Foto: Werbellinstraße

Ausdrucke am Stiel. Foto: Anti-AfD-Demo in Rudow

Stickern gegen Nazis. Foto: Tempelhofer Feld

Augen auf – Literatur gegen Rechts findet man überall. Foto: Lichtenrader Straße

Politische Bildung. Foto: Anti-AfD-Demo in Rudow

Mobile Plakate. Foto: Anti-AfD-Demo in Rudow

Die Initiative „Hufeisern gegen Rechts”

Klare Worte. Foto: Weisestraße

Fragen ohne Antworten. Foto: Herrfurthstraße

Vielfalt gegen Nazis. Foto: Weisestraße

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