von am 22. Juni 2016
"Die Tafel" - Detail des Kunstwerks von Barbara Duisberg (Foto: Michalina Kowol)

„Die Tafel“ – Detail des Kunstwerks von Barbara Duisberg

Derzeit wird noch geklebt, gehämmert und geschraubt in der „SATT“-Zentrale im Vollgutlager. In der zentralen Ausstellung von 48 Stunden Neukölln nehmen 30 Künstler das Festivalthema auseinander. Und mit dem Kim Whan Ki International Art Festival sind sogar koreanische Perspektiven vor Ort.

Alle Fotos: Michalina Kowol

Ganz in Gold leuchtet „Die Tafel“, vollgepackt mit Schalen, Löffeln, Tellern, Tassen und Flaschen in der „SATT-Zentrale“ im Vollgutlager in der alten Kindl Brauerei. Die Künstlerin Barbara Duisberg stellt hier im Rahmen der zentralen Ausstellung von 48 Stunden Neukölln die Frage nach dem Wert des Essens – und findet ein Bild für die Obszönität der Dekadenz der einen in Anbetracht des Hungers der anderen.

Ein Gockel trohnt über dem Turm aus vollgepackten Kühlschränken, den Christina Paetsch in der riesigen Austellungshalle installiert hat. Schrippen, Fleisch und Würzmischungen stehen hier symbolisch für eine Lebensmittelverschwendung, die von unserer Gier erzählt. „Hirn meldet Hunger“, vermeldet dagegen Carolin Koch. Bei ihr werden ein Kohl zum Gehirn und Bohnen zum Dickdarm, Teil einer anschaulichen Reise der Nahrung durch unseren Körper.

Installationskunst im Vollgutlager - im Hintergrund der Kühlturm von Christina Paetsch (Foto: Michalina Kowol)

Installationskunst im Vollgutlager – im Hintergrund der Kühlturm von Christina Paetsch

Runde essbares Schach gefällig? Die Künstler Amy Alexander und Michael Conzelmann in ihrer Installation (Foto:

Runde essbares Schach gefällig? Die Künstler Amy Alexander und Michael Conzelmann in ihrer Installation

Zu Essen gibt es auch. Amy Alexander und Michael Conzelmann laden die Besucher dazu ein, eine Runde „essbares Schach“ zu spielen. Die anfänglichen Gewinne schmecken gut, verheißen die Künstler, aber bleibt andauernder Erfolg tatsächlich lecker? Migrationshintergrund, Chai Latte, Lügenpresse – die Künstlerinnen des nomadischen Frauenmuseums Berlin hängen aus Süßigkeiten Wörter an die Wand, die sie satt haben. Und jeder kann dabei helfen, sie möglichst schnell wieder verschwinden zu lassen.

Wörter, die die Künstlerinnen vom Frauenmuseum Berlin satt haben (Foto: Michalina Kowol)

Wörter, die die Künstlerinnen vom Frauenmuseum Berlin satt haben

Hungrig, satt, übersättigt? Wir sind gespannt wie es euch nach dem Besuch im Vollgutlager geht!

Au ja, ich spende via: PayPal | Überweisung | Bankeinzug | Flattr

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.