Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der Schillerkiezzeitung „Promenadenmischung“ stehen Kinder und Jugendliche. Sie haben bei der Erstellung tatkräftig mitgeholfen: In der Kinderredaktion “Am Tower” entstanden diesen Sommer unter der Anleitung von Friederike Kenneweg und Roueven Binder eine Menge Geschichten und Bilder zum Träumen, Gruseln, Nachdenken und Mitmachen. Den ersten Teil unserer Auswahl (natürlich auch unveröffentlichtes Material!) findet ihr hier. Der zweite Teil folgt am nächsten Sonntag an gleicher Stelle. Wer inzwischen neugierig ist, dem sei die gedruckte Version in der „Promenadenmischung“ empfohlen. Viel Spaß bei der Lektüre!
Was mir mal erzählt wurde
von Linda, 13 Jahre
— Ich habe mich einmal gefragt, ob es wirklich Drachen gibt und sie noch existieren. Darum habe ich die Leute gefragt, die ich kenne.
Eine von ihnen hat mir gesagt: „Es gibt Drachen, allerdings können sie sich sehr gut tarnen. Ich weiß nicht wie viele, aber es gibt tatsächlich Menschen, die eigentlich Drachen sind.“
Ein anderer hat mir gesagt, dass es verschiedene Arten von Drachen gibt: „Die, die Feuer spucken und Schuppen haben, aber auch sehr nett sind und andere, die nicht so nett sind, sondern gemein.“ Allerdings weiß ich leider immer noch nicht, ob es Drachen gibt oder nicht.
Aber ich hoffe, dass ich es irgendwann mal heraus finden werde.
Ich sag euch, das ist mir wirklich mal passiert, ich hab mir das nicht ausgedacht!
Über Abenteuer
von Jason, 8 Jahre
– Ein Pirat steht auf seinem Schiff.
Er guckt durch sein Fernglas. Da sieht er ein Ungeheuer. Er schießt das Ungeheuer in den Bauch. Das Ungeheuer ist tot. Der Pirat freut sich. Er guckt durch sein Fernglas. Er sieht eine Insel. Er sagt: „Oh nein, ein Unwetter!“ Er sagt: „Die Insel kann ich nicht erreichen.“ Er sagt: „Die Insel muss bis morgen warten, bis das Unwetter vorbei ist.“ Er sagt: „Ich kann nicht mehr die Kontrolle halten, ich muss was unternehmen.“
Er lenkt und lenkt, aber er bekommt das Schiff nicht mehr in den Griff. Das Unwetter hat aufgehört, er konnte jetzt zur Insel fahren, aber eine Riesenwelle kommt auf ihn zu. Aber er kann ausweichen, und da sagt er: „Das wäre geschafft.“ Aber da ist eine riesige Krake.
Er schießt eine Kanonenkugel auf die Krake.
Da sagt er: „Das war knapp. Endlich kann ich zur Insel fahren.“ Aber da kommt ein Seeungeheuer mit drei Köpfen.
Und der Pirat kämpft, bis am Ende der Pirat das Seeungeheuer getötet hat und glücklich zur Insel fahren kann. Er ist angekommen. Und er sieht den Schatz.
Er öffnet die Schatzkiste und er ist glücklich und fährt mit dem Schatz nach Hause. Und da gibt es ein Unwetter. Er muss noch sehr lange segeln, bis er endlich zu Hause ist. Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er dort noch heute.
Die Moschee
von Aylin, 11 Jahre
— Die Moschee ist die Kirche des Islams, und sie wird in unserer Familie sehr ernst genommen.
Ich gehe auch zur Moschee und es macht mir Spaß, denn wir lesen nicht nur im Koran die ganzen vier Stunden lang, wir machen auch Ausflüge. Wir haben schon Filme zusammen gesehen, haben zusammen Frühstück gegessen, sind mehrere Male in den Heide-Park gefahren und vieles mehr.
Zwar mussten wir diese Sachen alle mit Kopftuch machen, aber es hat trotzdem noch Spaß gemacht. Man denkt nur, weil ich in die Moschee gehe, muss ich Kopftuch tragen, aber nein – viele, die in die Moschee gehen, tragen kein Kopftuch.
Zwar trägt meine Mutter Kopftuch, aber sonst tragen ich, meine Schwester, meine andere Schwester und meine andere Schwester kein Kopftuch, wir dürfen entscheiden, ob wir Kopftuch tragen wollen.
Ich bin zufrieden damit, dass ich, wenn Schule ist, samstags und sonntags zur Moschee gehe und in den Herbst-, Winter-, Frühlings- und Sommerferien jeden Tag außer Freitag und Samstag. Für mich ist die Moschee Lernen und Spaß.
Ich wünschte, so wäre die Schule auch, aber da geht es meistens nur um Lernen.
Im Ganzen lesen wir eigentlich im Koran arabisch und die Sachen, die wir auswendig lernen, sind türkisch, aber wir lernen mehr türkisch als arabisch, denn keiner in unserer Moschee ist Araber und das ist auch gut so, denn sonst würde er nicht verstehen, wenn wir Türkisch reden würden und das wäre gemein. Aber zum Glück ist es nicht so, denn die Moschee gefällt mir so, wie sie ist.
Die Moschee ist in einem normalen Wohnhaus. Sie sieht wie eine Wohnung aus, es gibt zwei Badezimmer mit insgesamt drei Toiletten und zwei Badewannen.
Wenn ich könnte, würde ich in der Camii (der Moschee) wohnen. Die Moschee ist nicht nur ein Teil meines Lebens, sondern auch meine Türkische Schule.
Mädchenfreundschaft
von Bedirr, 9 Jahre
– Es war einmal ein Mädchen, sie hieß Sarah. Und ein Mädchen, sie hieß Leila.
Und die beiden waren beste Freunde. Und Sarah hatte Leila betrogen und Leila hat nichts gewusst, dann hat sie gemerkt, dass Sarah sie alleine gelassen hat, dann hat sie gehört, dass Sarah gesagt hat, dass sie Leila anlügt. Und dann wurde sie sauer und hat ihr gesagt, ich bin nicht mehr deine Freundin. Und Sarah hat gesagt, na und. Und dann hat ihre andere beste Freundin auch gesagt, ich bin nicht deine beste Freundin. Und Sarah war traurig und Sarah hatte keine Freundin mehr und Leila hatte neue Freunde bekommen.
Der Schatz zum schwarzen Kater
von Janni, 8 Jahre und Sarina, 11 Jahre
— Eine Fortsetzungsgeschichte: Lest und macht mit!
Eines Abends gingen ich und mein Bruder auf die Hügel, auf einmal sahen wir schwarzes Fell. Als wir das Fell sahen, hat es plötzlich gedonnert und geblitzt: „Neinnnnnnnnnnnn!“ Dann haben wir in den Bäumen gesehen, dass sich da was bewegt. Gruselig!
Und es hat geregnet. Wir sind zwischen die Bäume gegangen. Jetzt ist das Ding weggerannt.
Auf einmal sahen wir das Ding auf einem Fahrrad! Zum Glück hatten wir eine Taschenlampe dabei. Es war ein Kater, ein schwarzer Kater. Vielleicht zeigt der Kater uns einen Weg! Wir sind dem Kater gefolgt, wir haben unser Abenteuer „Der Schatz zum schwarzen Kater“ genannt. Spannend!
Plötzlich sahen wir eine Truhe, wie eine Kiste, eine kleine Kiste. Wir machten die Kiste auf. Darin sahen wir einen Schlüssel. Der Kater ging weiter und weiter.
Auf einmal war da eine……….…
Wenn Ihr wisst, was als nächstes passiert, dann nehmt Euch einen Zettel und schreibt es auf und gebt es im Tower ab oder ihr fragt, ob Sarina oder Janni da sind und gebt den Zettel uns. Jeder darf nur einen Zettel abgeben, bitte den Namen drauf schreiben. Wir schreiben aus allen guten Ideen die Fortsetzungsgeschichte.
Xtrem S8ater
Sarinas Comic
Mehr New Kids On The Blog

Es ist schwer ein Chirurg zu sein, da ist sich Caner sicher. Wie die New Kids On The Blog Acin, Caner und Ali es trotzdem alle zum Arzt schaffen, erzählen sie in der Geschichtenmanufaktur. weiterlesen →

Sinem hat eine klare Vorstellung von ihrer Zukunft: Abi, Medizinstudium, Weltreise. Und bitte ohne Mann. Eine vielversprechende Lebensplanung aus der Geschichtenmanufaktur. weiterlesen →

New Kid On The Blog Muhammed-Ali will Pilot und Restaurantbesitzer sein. Nebenbei erzählt er uns was dabei mit Erdnüssen in Italien passieren kann. weiterlesen →
Ein Kommentar:
Hinterlasse eine Antwort Antworten abbrechen
NEUKOELLNER ZEITVERTREIB
Sonnabend, 25. Mai, 11 Uhr - Markt: Schön Bummeln und Stöbern! Der Stoffmarkt am Maybachufer hat wieder bis 17Uhr geöffnet.
Sonnabend, 25. Mai, 21 Uhr - Film: Im KussKuss gibt es kurze Stummfilme von Anfang des 20. Jahrhunderts zu bestaunen. Mit improvisiertem Klavier von Hada Benedito.
Sonnabend, 25. Mai, 21:30 Uhr - Launch Party: Das Blog-Projekt Pretty Neukölln feiert die Launch Party zum zweiten Zine. Für Mucke sorgen die Residents EmilDoenstDrive, Franz Underwear & Dimitri SoEmotional.
Sonnabend, 25. Mai, 23 Uhr - Partey: Das Freudenreich lädt zur Caramboulage. An den Decks kurbeln u.a. Marvin Hey[katermukke/ sisyphos], Klick [Unsere Kleine Welt], Ringel & Pietz [code2/ symbiont-music].
Sonntag, 26. Mai, 17 Uhr - Klassik: Neuklang Neukölln heißt eine Konzertreihe im Ballhaus Rixdorf. Diesmal: Toke Møldrup (Cello) und Yaron Kohlberg (Klavier) spielen Cellosonaten von Beethoven, Ginastera und Shostakovich.
Mittwoch, 29. Mai, 20 Uhr - Kino für den guten Zweck: Masifunde läd zum südafrikanischen Filmabend ins Laika. Programm: der oskargekrönte Film "Tsotsi". Eintritt frei.
unterstützen & weitererzählen
Judas and the Winehearts – Fill my Cup
Neukoellner Newsgoogle- Vorführung mit Zwischenfall - neukoellner.net 25. Mai 2013
- "Neukölln ist nirgendwo"- Gegenentwurf zu Buschkowskys Bestseller - Märkische Oderzeitung 25. Mai 2013
- Magie und Poesie: Max Prosa im Heimathafen Neukölln - RedCarpetReports 25. Mai 2013
- Unbekannter schlägt Mann nieder und raubt sein Geld - Berliner Morgenpost 25. Mai 2013
- Zu viel Hartz IV und Kindergeld - Märkische Allgemeine 24. Mai 2013
- Feuerwehreinsatz in Berlin-Neukölln: Lastwagen blieb unter Brücke stecken - Tagesspiegel 24. Mai 2013
- Gropiusstadt - In Neukölln fiel die Polizei mit der Tür ins Haus - Berliner Zeitung 24. Mai 2013
Das Leben der Helene Nathan
NEUKÖLLNER TWITTER
















[...] Binder, eine Menge Geschichten und Bilder zum Träumen, Gruseln, Nachdenken und Mitmachen. Den ersten Teil unserer Auswahl (natürlich auch unveröffentlichtes Material!) haben wir Euch letzte Woche [...]