von am 27. Juni 2014

wochenschau_26-14Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen für das Kulturfestival 48 Stunden Neukölln.

Wie letztes Jahr gibt neukoellner.net den offiziellen Festivalblog und hält euch hier, auf Facebook und via Twitter auf dem Laufenden. Der offizielle Hashtag: #48hnk. Unser Pop-Up-Redaktionsbüro schlagen wir erneut bei unseren Freunden im Café Myxa in der Lenaustraße auf. Dort könnt ihr uns Samstag und Sonntag ab 12 Uhr besuchen, bei der Arbeit zusehen oder auch auf ein Achtelfinale vorbeischauen. Das Festival umfasst dieses Jahr rund 250 Beiträge, von denen wir euch ein paar ans Herz legen: die Favoriten aus der Redaktion:

Nicolas: KIOSK 50

Geld – Macht – Architektur, die Künstlerinnen Ingeborg Lockemann und Elke Mohr beziehen diese Formel auf ein ganz einfaches Gebäude: den Kiosk. Der sieht zwar genauso aus wie die Renaissancefenster auf dem 50 Euro Schein, allerdings wird hier ganz profan Wurst verkauft. Die ist nur eine Wurst, aber „bio“ womit die Künstlerinnen wiederum einen ironischen Kommentar auf das Zerrinnen von Idealen liefern, das sich irgendwo zwischen Verantwortungsbewusstsein, materiellen Bedürfnissen und einem Blick in die Geldbörse abspielt.

FLU-10, Zentraler Ausstellungsort Neukölln Arcaden, 1. Obergeschoss – Fr 19:00 bis 22:00; Sa 10:00 bis 22:00; So 12:00 bis 19:00

Regina: Zeitmaschine im Keller

So etwas wie Gegenwart gibt es ja eigentlich gar nicht. Sobald man „Jetzt!“ sagt, ist der Moment schon wieder vorbei. Im Club Keller bringt eine Gruppe Künstler unser Zeitempfinden gehörig durcheinander. Sie haben eine Maschine gebaut, die wie das menschliche Gehirn selektiert, verändert, erfindet und vergisst. Was ist Wirklichkeit, was wird uns nur vorgespielt? Ein Experiment, in dem man die eigene Wahrnehmung auf die Probe stellen kann.

FLU-08, Kultstätte KELLER, Karl-Marx-Str. 58 über den Parkplatz, 2. Hinterhof – Fr 19:00 bis Sa 00:30; Sa 16:00 bis So 00:30; So 14:00 bis 19:00

Fabian: Ida Nowhere

Entcouragiert Euch! Ida Nowhere fordert den Begriff der Courage heraus, mit einer Simulation als Gegenentwurf zum Festivalmotto: Es braucht kein Heldentum, Mut geht jeden etwas an! Schon traditionell fordert das Künstlerkollektiv in der Donaustraße seine Besucher. Für die heißt es: Zahlreiche Stationen ansteuern, lächerliche Mutproben bestehen, um am Ende den Edward Snowden-Gedächtnissticker ins Büchlein kleben zu dürfen. Im Keller wird es gruselig und auf der Bühne verbreitet „Mother Courage“ ihre Message. Neben den festinstallierten Stationen gibt es in diesem Jahr erstmals „mobile Außenstellen“ in Spätis, sowie auf dem Platz der Stadt Hof an der Karl Marx Straße.

PAS-20, Ida Nowhere, Donaustraße 79 – Fr 19:00 bis 22:00, Sa 12:00 bis 22:00, So 12:00 bis 19:00.

Sabrina: Simi Will Format – die Außenstelle. Und dann: Schweigen.

Was ist denn eigentlich Mut, was ist Courage? Simi Will, Erfinderin und Moderatorin der einzig wahren Kneipentalkshow Simi Will Format, zeigt Filme über eben solche Persönlichkeiten und spricht über das Thema des Kunstfestivals mit Gerhard Bär, Gilles Duhem, Ben Paul und Christina Paetsch.

FLU-10, Zentraler Ausstellungsort Neukölln ArcadenKarl-Marx-Str.66, 1. Obergeschoss, So 15:00 bis 16:00;

Und wer genug vom Gequatsche hat, findet hier Ausgleich:

REU-K, Studio Chérie, Hobrechtstr.  65/66, 3. und 4. OG, Fr 19:00 bis Sa 02:00, Sa 14:00 bis So 02:00, So 14:00 bis 19:00;

Max: Wohnzimmer

Es gehört Mut dazu, wildfremden und neugierigen Nasen wie mir, eine Audienz in seinen privaten Empfangshallen, dem Wohnzimmer, zu gewähren und die Blicke ins große Unbekannte hinter den immergleichen Wohungtüren zuzulassen. „Im Wohnzimmer der Rollberger Geschichtenerzähler“ bekommen die „Kunstinteressierten“ dazu sogar noch Märchen, Legenden und Geschichten aus fernen Ländern geboten. Aber ganz im Ernst: Jede Anordnung, Zusammenstellung, Ausstaffierung zeigt die ganz unverfälschte Kunst seines Bewohners einen Raum für sich und seine Gäste zu schaffen. Und die 48 Stunden bieten viel Raum, viele Ateliers und Wohnzimmer, um sich inspirieren zu lassen.

PAS-10, Treffpunkt Café Stern, Sa 15:00 bis 16:00, 17:00 bis 18:00, So 15:00 bis 16:00, So 17:00 bis 18:00

P.S.: Und wer die Giraffe sichtet, bitte melden!

 

Au ja, ich spende via: PayPal | Überweisung | Bankeinzug | Flattr

 

Ein Kommentar:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.