von am 28. Juni 2014

refugeeMit Einmalkameras haben Flüchtlinge ihren Alltag in Berlin festgehalten. Die Ausstellung „Open your eyes – hear my voice“ präsentiert Fotos und Audiodateien der Fotografen und schafft damit einen Blick frei von Stereotypen.

Khan ist 17 Jahre alt und kam vor über zwei Jahren aus Afghanistan zusammen mit seinem jüngeren Bruder nach Deutschland. Beide erhofften sich in Berlin ein neues, ein besseres Leben. „Aber auch hier wurden wir enttäuscht“, sagt Khan. Der junge Mann trotzt der Realität, blickt strahlend auf eine Reihe von Fotos, die er selbst mit einer Einwegkamera gemacht hat. Seine und zig weitere Bilder von anderen Flüchtlingen stehen im Fokus der Ausstellung „Open your eyes – hear my voice“ in der Wissmannstraße 7. Initiiert wird die Ausstellung von den drei Frauen Dinah, Julia und Jenny, die dem bereits bestehenden Online-Projekt refugee-report.de eine viel persönlichere Plattform für den Besucher geben. Neben den Fotos gibt es Audiobeiträge der Fotografen, in denen sie ihre Intention zu den Aufnahmen schildern.

Protestmarsch von Straßburg nach Brüssel

Weil die Fotos von den Betroffenen selbst stammen, werden die gängigen Klischees und Stereotypen nicht erfasst. Der Besucher sieht lachende Menschen im Park, raufende junge Männer oder, wie mit wenigen Utensilien ein Essen gekocht wird, eine große weiße Kunststoffkuh vor einem Berliner Restaurant.

Weitere Fotos dokumentieren einen sechswöchigen Flüchtlings-Marsch von Straßburg nach Brüssel. Sie protestieren gegen die Flüchtlings- und Migrationspolitik der EU.

 

FLU-01, Refugee Report, Wissmannstraße 7, Sa 12:00-22:00, So 12:00-19:00

 Im Hinterhof gibt es neben Musik und kleinen Snacks auch Diskussionsrunden.

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