von am 9. Juni 2014

ImbissAbseits der vielbefahrenen Straßen Neuköllns liegt eine kleine Oase: Der Richardplatz, an dem die Uhren ein wenig langsamer zu gehen scheinen.

Text: Regina Lechner, Fotos: Katharina Fitz

Bis heute hat sich Rixdorf seinen dörflichen Charme bewahrt. Kopfsteinpflaster, Einfamilienhäuser, viel grün – hier ist alles etwas gemütlicher als man es sonst aus Nordneukölln gewohnt ist. Einige Gebäude stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. 1737 gründeten böhmische Glaubensflüchtlinge hier eine Gemeinde, die fortan „Böhmisch-Rixdorf“ hieß.

Haus am Richardplatz

Kirche

Die Dorfkirche

Viele Gebäude am Richardplatz stehen unter Denkmalschutz, etwa die Bethlehemskirche. Sie wurde erstmals 1435 urkundlich erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg brannte sie ab und wurde später wieder aufgebaut und mehrmals verändert. Zuletzt 1939-41, als sie eine Fachwerksakristei und eine neue Innenausstattung bekam. Die Kirche ist seit 1884 im Besitz der Böhmisch-Lutherischen Gemeinde. Gottesdienste finden dort nur noch selten statt.

Häuser am Richardplatz

Riesenschnitzel und Riesenpizzen

Restaurant am Richardplatz

Mit dem „vermutlich größten Schnitzel Berlins“ wirbt das Café-Restaurant Louis, das sich auf alpenländische Küche spezialisiert hat. Riesige Pizzen bekommt man nebenan in der Villa Rixdorf, aber auch Berliner Spezialitäten wie Hühnerfrikassee und Eisbein gibt es dort.

Schmiede

Die Rixdorfer Schmiede

Die Schmiede auf dem Dorfanger wurde im 16. Jahrhundert erbaut. 1797 kaufte die Gemeinde den Betrieb und richtete eine Wohnschmiede ein. Davor kam nur einmal pro Woche ein Schmied nach Rixdorf und verrichtete anfallende Arbeiten. Heute ist es eine Kunst- und Messerschmiede, die man auch besichtigen kann. Der Schmied, Martin Böck, übernahm den Betrieb vor zehn Jahren.

Schmied

Sitzbänke

 

4 Kommentare:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.