Simi Will: Raus aus der Bubble

Für ihre Show sucht, findet und bequatscht Simi Simon ihre Gäste stets in Eigenregie. Wie genau sie dabei vorgeht und welche Gedanken sie dabei plagen und quälen, darüber berichtet sie in ihrer Kolumne. Diesmal: Wie Simi den Mann im Hugo-Boss-Anzug mit Rixdorfer Galgen für die Show gewinnen konnte, wo sie Jens Friebe getroffen hat und dass es sich für Stefanie Sargnagel lohnt, über den Tellerrand zu blicken.

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Freitag, 16. November 2018

Ein stinknormaler, aber hochsonniger Vorabend im Valentinstüberl. Die Tische sind am frühen Abend noch spärlich besetzt und ich hab noch gute Laune. Beschwingt nestle ich zwischen den Tischen umher und sorge für das leibliche Wohl und Unterhaltung. An Tisch 12 fällt mir ein junger Mann mit edlem Zwirn und gegelter Frisur auf. Da ich aber die weibliche Begleitung vom Sehen her kenne, mach ich mir zunächst keine weiterführenden Gedanken und bleibe gelassen. Doch es kommt wie es kommen muss: „Hugo Boss“ erscheint an der Bar und fragt: „was habt ihr denn Nettes im Angebot“ – „Moscow mule“ oder „Aperolspritz“?

Zunächst trau ich meinen Ohren nicht, entschließe mich aber locker zu bleiben und dem, trotz allem, nach wie vor sympathisch wirkenden Typen was „Anständiges einzuschenken“. „Rixdorfer Galgen“ entgegne ich und beeile mich „auf Eis und Zitrone“ hinzuzufügen. „Klingt super“ entgegnet er lässig und verschwindet nach draußen.

Mein schicker Getränkevorschlag kommt an und nach weiteren Runden „Galgen on the rocks“ hab ich den  „Bossmann“ an der Bar. Seine Begleitung habe ihm vorhin von meinem nachhaltigen Fernsehen erzählt und jetzt wolle er aber mal Genaueres wissen. Dieser Mann wird mir immer sympathischer – wann hat es das zuletzt gegeben: ein aufrichtiges Interesse an mir und meiner Arbeit und das von einem gut aussehenden Gegengeschlechtler?

„Bossmann“ im Büro

Wenig später kritzelt er mir seine Wmail auf einen Papierfetzen – ich stecke ihm meine Profi-Visitenkarte entgegen. Ich erfahre noch, dass er was mit Nachhaltigkeit macht, er habe phineo.org gegründet und sei immer auf der Suche nach neuen Eindrücken usw.

Ich finde diesen Typen wirklich smart und google nach Feierabend noch in derselben Nacht. WHAT?! Dieser Mann hat 100 Mio. Euro von Susanne Klatten zum Einsatz für nachhaltiges Werken ergo Spendengeld bekommen. Unfassbar – ich wußte gar nicht dass es soviel Geld wirklich gibt!!!! Das beeindruckt mich zutiefst, ’nen Doktor hat er auch – ganz klar, Dr. Andreas Rickert wird Gast in meiner nächsten Show.

„Hey, warte mal, Du bist doch Jens Friebe.“

Es kann kein Zufall sein dass mich kurze Zeit später die Zusage der berühmten Österreicherin Stefanie Sargnagel erreicht. Jetzt, nach langen Jahren des „Stalkens“ sagt sie ihre Teilnahme für die Novemberausgabe zu. Die Autorin, Burschenschaftsgründerin und Liebling der deutschen Frau um Mitte 30. Was für ein wundervolle Gästekombination! Ich freu mich schon extrem auf die Begegnung mit diesen Beiden.

Einige Tage später treffe ich den von mir seit schon immer verehrten Musiker Jens Friebe auf der Reuterstraße. „Hey, warte mal, Du bist doch Jens Friebe.“ Willst Du nicht musikalischer Gast in meiner nachhaltigen TV-Show werden? „Ach Stefanie Sargnagel“ – ja passt doch – er checke wegen Zeit und dann würde er kommen und sein neues Album präsentieren. Manchmal passt es eben! Thema: „Die Sache mit dem Tellerrand“ – warum es sich lohnt Grenzen zu überschreiten! Wir waren schon mal in Österreich und haben schonmal ausgetestet, was es heißt über den Tellerrand zu gucken und warum es so wichtig ist Grenzen zu überschreiten – kurz: Raus aus der Bubble!

SIMI WILL DIE 40.
mit Stefanie Sargnagel, Dr. Andreas Rickert und Jens Friebe

Samstag, den 17. November 2018, 20.15 Uhr
Valtentin Stüberl Neukölln, Donaustraße 112
U7 Rathaus Neukölln

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