von am 16. Juli 2012

Nach langer Zeit mal wieder hier: Florian Reischauer zeigt auf seinem Foto-Blog “Pieces of Berlin” die Ecken und Kanten der Stadt und ihrer Bewohner. Auch diesmal hat er für neukoellner.net einige Fotos und Bordsteinweisheiten aus Neukölln ausgesucht.

Vierter Teil unserer beliebten kleinen Serie, in der wir euch Florian Reischauers Neuköllnbilder aus seinem tollen Blog „Pieces of Berlin“ präsentieren dürfen. Das ist kein Fashionblog nach dem Motto „hauptsache hier in Berlin“, sondern ein nachdenklicher fotografischer Streifzug durch die Stadt – mit echten Menschen. Vorher gabs die Teile eins, zwei und drei.

gülsüm; 42, altenpflegerin;
die gülsüm wurde in der nähe von ankara in der türkei
geboren und kam vor 25 jahren nach berlin.
sie lebt in neukölln und dort gefällt’s ihr.
“in neukölln gibt’s viele ausländer, da fühl ich mich
nicht allein. in marzahn fühle ich mich zum beispiel
nicht wohl. da kucken einen die leute an als würde man
ein außerirdischer sein!”
am meisten nervt sie jedoch, dass sie keine zeit für sich
selbst hat. die gülsüm muss ständig was organisieren,
sich neben dem beruf um ihre kinder und ihren mann kümmern.
hätte sie mehr zeit, würd sie gern viel lesen.

 

simon; 26; student;
der simon wohnt in neukölln, seit 6 jahren ist er schon in berlin.
eigentlich kommt er aus schwaben, spricht aber nicht gern darüber.
was er an berlin mag: “es ist eine unfertige stadt mit rauen ecken,
jeder hat freiraum zur gestaltung. ausserdem mag ich die sehenswürdigkeiten:
alte menschen und merkwürdige menschen.”
was der simon nicht mag: “es gibt leute die die stadt fertig machen wollen
und die kanten abschleifen, das ist schade! und ausserdem:
die nazis in der brückenstraße!”
…eine internetseite hat er auch > http://trebuchetdemerde.tumblr.com/

 

faris; 14; schüler;
der faris ist glücklich in berlin, denn man kann ne menge
sachen machen. es gibt viele möglichkeiten um fußball
zu spielen und ein beliebter treffpunkt mit seinen kumpels
ist das einkaufscenter, dort wird dann gequatscht und rumgelaufen.

 

lutz; 54; kunststoffschlosser;
“in berlin fühlt man sich heimelich!”
der lutz lebt seit 30 jahren in neukölln und er mag
vor allem das vertraute hier, man kennt alles,
der dörfliche charakter seines kiezes, es ist friedlich,
jeder kommt miteinander aus.
was nervt? der dreck = die zerdepperten flaschen,
sperrmüll auf den straßen.

 

 

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