von am 21. April 2014
St. Thomas Friedhof 12.12.1948

St. Thomas Friedhof 12.12.1948

Die British Pathé hat ihr gesamtes Archiv auf Youtube veröffentlicht. Darunter auch spannende Aufnahmen vom Flughafen Tempelhof. Eine kleine filmische Reise in eine Zeit, als die Freifläche noch Flughafen und nicht Projektionsfläche für Erhaltungs- und Bebauungsträume sein durfte.

Der älteste Clip stammt aus dem Jahr 1930. Hier wird gerade ein Flugzeug des Typs Junkers G38 eingeflogen. Es stellte mehrere Weltrekorde auf und war eines der größten seiner Zeit.

Der Gouverneur von New York, Thomas Dewey, besucht Berlin. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die Jahresangabe 1940 stimmt. Autos der Military Police sind zu sehen, eine Militärkapelle, keine Hakenkreuze. Zudem war der Republikaner Dewey zu dem Zeitpunkt noch nicht Gouverneur. 1948 wurde der ehemalige Journalist und Staatsanwalt zum Präsidentschaftskanditat seiner Partei ernannt, unterlag aber dem demokratischen Amtsinhaber Harry S. Truman. Dieser beschloss im gleichen Jahr die Luftbrücke für den eingeschlossenen Berliner Westen.

Die Luftbrücke ist wohl das bekannteste Kapitel des Stadtflughafens. Sie dauerte vom 24.Juni 1948 bis zum 12.Mai 1949. Im Juni hatte die sowjetische Besatzungsmacht alle Straßen- und Eisenbahnverbindungen in den von den Alliierten verwalteten Westen Berlins gekappt. Um die stationierten Truppen und die Bevölkerung mit Lebensmitteln, Benzin, Kohle und Medikamenten zu versorgen, wurden Flugzeugen, die sogenannten Rosinenbomber, zum Transport eingesetzt. Teilweise starteten und landeten alle 90 Sekunden Maschinen auf dem Flugfeld. Insgesamt wurden 2,35 Mio. Tonnen Fracht in die Stadt gebracht.

Im vom Krieg zerstörten Berlin im Jahr 1949 sieht man hier ab Minute 01:50 Flugzeuge auf dem Flughafen starten und landen.

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