von am 8. Mai 2015

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Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Mario, beweg deinen Arsch! Die lange geplante Flüchtlingsunterkunft in der Karl-Marx-Straße soll endlich gebaut werden – in einem Dringlichkeitsantrag fordert die Bezirksverordnetenversammlung von Mario Czaja, Berliner Senator für Gesundheit und Soziales, endlich die Vertragsverhandlungen mit dem potenziellen Betreiber (SoWo GmbH) zum Abschluss zu bringen. Der hatte das Grundstück jetzt, nach acht Monaten Stillstand, wieder an den Besitzer zurückgegeben.

„Berlin bringt lieber Flüchtlinge für viel Geld menschenunwürdig in teuren Notunterkünften, Hostels und provisorischen Zeltlagern unter, als sich um den Vertragsabschluss in der Karl-Marx-Straße zu kümmern. Der Bezirk Neukölln hat das Konzept von Beginn an wohlwollend begleitet, rund um den geplanten Standort haben sich bereits Nachbarschaftsinitiativen zusammengetan. Alle sind bereit – nur LaGeSo und Senat nicht.“ (Stellungnahme der Grünen zum Antrag)

Bemerkenswert: Alle Fraktionen stehen hinter dem Antrag, auch die CDU.

Im Sumpf der Heimbescheißer, Teil II. Letzte Woche kam heraus: Franz Allert, Chef des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, baute die Unterkunft in der Haarlemer Straße wohl mit illegalem Geld. Gegen Ihn und zwei Mitarbeiter läuft ein Disziplinarverfahren. Diese Woche neu: Vermuteter Abrechnungsbetrug des  Subunternehmers WKSB Klee GmbH, über den die PeWoBe, der Haarlem-Betreiber, den Bau hochziehen ließ. Unter anderem soll die WKSB einen von ihr engagierten polnischen Bauunternehmer um Geld geprellt haben. Dazu ein Bericht des „Tagesspiegel“ und ein Beitrag des ZDF-Magazins „Frontal 21“.

Schmückt die Stolpersteine! Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus – zum Tag der Befreiung ruft die Linkspartei Neukölln zum Blumen niederlegen an den vielen Stoplersteinen in Neukölln auf – finden wir gut, mitmachen! Eine Liste der Stolpersteine im Viertel gibt es hier.

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Stolperstein in der Budapester Straße, Berlin – Foto: Axel Mauruszat

 

Der Heilige Gral von Neukölln. Nicht Indy, aber die Cops von Neukölln suchen ihn: Einen Kelch, besetzt mit 5 Lapislazuli-Steinen (Höhe: 18 cm, Durchmesser: 9,5 cm) und anderes heiliges Zeug – gestohlen aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche am Kranoldplatz.

Pfff. „Elf Lila-Weiße mit Schuss“ waren unser Aufreger der Woche – im Spitzenspiel der Berlin-Liga fertigte Tennis Borussia Berlin unseren SV Tasmania Neukölln mit 2:0 ab, in einem elendigen Spiel. Wir tickerten live aus dem Mommsenstadion:

 

Fundhund. @Nicolaus Fest: Beißt nicht und liebt Streicheleinheiten an jeder Roten Ampel in Neukölln.

Raus I. Unsere Empfehlung unter den Weltkrieg-II-ist-vorbei-Sausen:  „Deutschland KAPUTT HURRA!“ – organisiert von der Jungle World im SchwuZ. Der Festakt beginnt am Freitag, 8. Mai, um 22 Uhr – mit exquisitem Line-up (Van Spar, Stanley Schmidt, Solaris, Phonatic u.a.), und: Fraktus haben sich angekündigt…

Raus II. Die Boddinstraße feiert Samstag das „Herdelezifest“ – veranstaltet vom Verein Amaro Foro, der Roma und Nicht-Roma zusammenbringt. Mit Markt, Performances und vor allem viel Musik. Samstag, 9. Mai, 14 bis 20 Uhr. Danach gehts weiter in der Filmbar.

Raus III. Deluxe-Radtour durch Neukölln gefällig? Das Blog „Unterwegs in Berlin“ hat die Route dafür.

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