Solche Namen gibt es wohl auch nur in Berlin: Gegenüber vom „Ä“ hat Anfang letzten Jahres das „Tier“ seine Türen geöffnet. In den letzten Monaten schossen entlang der Neuköllner Weserstraße so einige Kneipen aus dem Boden, doch das „Tier“ hebt sich erfreulicherweise vom Rest der wachsenden Ausgehmeile ab.
Eine richtige Kneipe ist das nämlich, keine improvisierte Bar. Auf der Karte stehen keine fancy Cocktails mit bunten Schirmchen, sondern einfach nur Bier, Schnapps und Wein. Hinter den großen Schaufenstern verbirgt sich ein düsteres, unaufdringliches Innenleben, schwarze Wände, wenig Licht, schlichte Einrichtung.
Das Zentrum einer solchen Kneipe ist natürlich die Bar. Zwischen dem gut sortierten Spirituosen-Angebot und den selbst gebauten Plattenregalen versteckt sich ein kleiner Fernseher, in dem James Bond-Bösewicht Blofeld in Endlosschleife seine Katze streichelt. Ehrliche Kneipen brauchen ehrliche Musik, und so wabert aus den Kugelboxen an der Decke melancholischer Gitarren-Sound oder wohlig-warmer Soul. Das “Tier” braucht keine Konzerte, keine Events, denn wer hierher kommt, freut sich auf Gemütlichkeit. Hier lässt es sich vorzüglich rauchen, sinnieren und spät nachts auf ein letztes Bier vorbei schauen, aus dem dann doch manchmal zwei werden.
(“Tier“, Weser- Ecke Fuldastraße, täglich ab 19 Uhr.)
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3 Kommentare:
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das liebe viech gibts schon weitaus länger als wie in dem text behauptet.
[...] kneipen verbrauch an bier Eine richtige Kneipe [...]
a) “sondern einfach nur Bier, Schnapps und Wein.”
b) “Zwischen dem gut sortierten Spirituosen-Angebot”
Was nun: Reduktion auf Kurze oder doch komplexe Drinks?
TiER = b
“Das Zentrum einer solchen Kneipe ist natürlich die Bar.”
Das Zentrum a) einer Kneipe und auch b) einer Bar ist häufig der Tresen, auch Bar genannt.
TiER = b
Mit diesem handwerklich schlechten Artikel ist das TiER eher unwürdig bis gar nicht getroffen.