von am 15. September 2011

Die „Givebox“ hat nun also auch Neukölln erreicht. Ein Hort des unbeschwerten, unbekannten und kommerzfreien Tauschens in der Weserstraße, klein und ein klein wenig versteckt.

Auf einmal stand sie da. Wie ein Zeichen, wie ein gleißend heller Stern am Firmament. Knapp drei Wochen ist es her, da es von den himmlischen Heerschaaren (Facebook) herschallte: „In der Steinstraße in Berlin Mitte, recht neben dem Odama!“ Kaum war die frohe Botschaft verkündet, ward sie getragen hinaus in die weite Welt von Hamburg bis nach Wien, ward medial in aller Munde. Denn „Geben ist seliger als Nehmen.“ Der Siegeszug der Givebox war nicht mehr aufzuhalten. Und auch wir in Neukölln dürfen uns nun vor Demut und Dankbarkeit auf die Knie werfen und ihr huldigen, denn auch wir haben unsere Pilgerstätte, unseren Hort der Glückseligkeit erhalten. Hosianna!

inside the box

Natürlich gibt es auch ein paar Regeln zu beachten. Die Givebox ist ein schrankähnliches Konstrukt, hierzulande in der Weserstraße 7 links neben dem And Dots in deren kleinem Biergärtchen aufgestellt. Es darf gegeben und das Gegebene genommen werden, aber man soll schauen, ob das Gegebene dann auch genommen wurde und ggf. nach zwei Wochen Gebefrist den Scheiß dann selbstständig wieder hinforttragen, um die Box nicht zuzumüllen.

Dieser kleine Mann hier ist bereits ein abgebrühter Heavy-User der Box. Sein Spielzeugbagger steht vorbildlich aufgeräumt im Regal, dafür hat er sich jetzt ein avangardistisches Kunstwerk aus Neukölln rausgelassen.

Heavy-User und seiner Zeit voraus

Die Betreiber und Begründer des Ganzen wollen sich eher im Hintergrund halten und nicht allzu sehr involviert sein: „Erzählen Sie anderen Menschen davon, helfen Sie anderen zu helfen und bauen Sie ihre eigene Givebox in ihrer Straße.“ Auf auf, liebe Neuköllner, baut! Aber baut kein Scheiß!

Die Anleitung zum Boxbau findet Ihr hier, die Facebookseite hier und ein Interview mit der grauen Eminenz im Hintergrund hier.

und noch mehr Nippes aus der Box

 

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