von am 26. August 2016

wochenschau_34-16_bigImmer wieder freitags. Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Mann des Volkes? Eher nicht. In der Augustausgabe der Polittalkshow „Brinkmann & Asmuth“ auf tv.berlin ging es für den Regierenden Bürgermeister Michael Müller vor allem um mögliche Koalitionspartner und zukünftige Projekte für die Stadt. Dabei schloß Müller die Bebauung des Tempelhofer Feldes aus, obwohl er vor zwei Jahren – damals als Stadtentwicklungssenator – versucht hatte dies durchzusetzen. Wer jetzt einen Sinneswandel beim Regierenden Bürgermeister erwartet, liegt leider falsch. Es scheint, als schließe er die Bebauung nur aus, weil er momentan keine Mehrheit dafür bekommen würde. Müller wörtlich: „Das geht im Moment mit gar keiner politischen Kraft. Dieses Votum, das war 2014, vor zwei Jahren, war so stark aus der Stadt heraus, von den Bürgerinnen und Bürgern, dass niemand im Moment im Parlament sagt: „Das korrigieren wir komplett.“ Dieses Thema werde erst in zwei, drei Legislaturperioden wieder zur Sprache kommen. Die einzige Korrektur, die uns dazu einfällt, ist die am Regierenden Bürgermeister. Aber dazu haben wir ja am 18. September die Möglichkeit.

Schwimmflügel… brauchen offenbar über 31 Prozent der Neuköllner Schüler am Ende der 3. Klasse – und damit stehen sie ganz oben auf der Liste. In ganz Berlin sind laut einer Statistik der Senatsbildungsverwaltung 18,2 Prozent der Grundschüler Nichtschwimmer. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen, die die Berliner Morgenpost zusammengefasst hat. Vielleicht motiviert ja die aktuelle spätsommerliche Hitzewelle nicht nur zum Plantschen, sondern auch zum Schwimmen.

Gangs of Neukölln, Edition 1959: Fundstück einer Restkartei aus dem Berliner Polizeiarchiv.

schweizerhaus bande

Gangs of Neukölln, Edition 2016. In diversen Berliner Bezirken werden zunehmend Polizisten bei ihren Einsätzen von Menschenmengen umringt und provoziert. Diese „Rudelbildung“ sei eine neue Strategie der arabischen Familienclans, die damit versuchten die Arbeit der Polizei zu erschweren beziehungsweise diese ganz aus ihren Straßen zu vertreiben, so der Migrationsforscher Ralph Ghadban diese Woche in der Abendschau vom rbb. In Neukölln sei vor allem die Emser Straße betroffen, sagte Thomas Böttcher. Der Polizeidirektor des Abschnitts 55 im Rollbergkiez berichtet außerdem, dass seine Mitarbeiter sogar nach Dienstschluss bedroht worden seien. Franziska Giffey betonte, dass es wichtig sei, „dass wir bestimmte Straßen nicht zu No-Go-Areas erklären oder zu Gebieten, wo der Staat keinen Einfluss mehr hat. Das darf nicht passieren.“ Deswegen werde in den betroffenen Gebieten weiterhin Polizeipräsenz gezeigt. Na dann.

In Eigener Sache: Am heutigen Freitag bringen wir Euch wieder das Neueste aus Neukölln im Kiezreport „Around the Blog“ von FluxFM. Um 12:10 Uhr geht’s on air! Einschalten!

Internet ist aus. Und der Rest eigentlich auch.

Raus I. Blauer Himmer und Sonne satt: Der Sommer ist zurück und der Gemeinschaftsgarten Prachttomate hätte sich keinen besseren Termin für sein alljährliches Sommerfest aussuchen können. Am Samstag, den 27. August, wird ab 15 Uhr mit Live-Musik, DJs und Pizza aus dem Lehmofen gefeiert! Mit dabei ist u.a. DJ Cup of Jazz:

Raus II. Schon gewusst?: In Berlin stehen über 800 nutzbare Obstbäume! Damit Äpfel und Co. nicht vor sich hinfaulen, ruft das Projekt Räder & Sammler am Sonntag, den 28. August, um 10 Uhr zu einer Sammeltour auf dem Fahrrad auf. Im Anschluss soll die Ernte in der Gärtnerei verkocht und verköstigt werden.

Raus III. Wer sich nach der Obstsammeltour noch etwas entspannen möchte, kann dies ebenfalls am Sonntag, den 28. August, bei den Jamsessions im Gartencafé der Werkstatt der Kulturen tun. Dort erwarten euch ab 16 Uhr heiße Jazz-Tunes.

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