von am 24. April 2013

Über 100 Künstler und Musikvideo-Regisseure werden von 24. bis 28. April in der Villa Neukölln für die ersten Berlin Music Video Awards (BMVAs) absteigen. Der Initiator und Leiter der Veranstaltung, Aviel Silook, hat mit uns über sein aktuellstes Projekt gesprochen.

Interview: Alexandre Festaz & Gordon Shishodia / Übersetzung: Max Büch

neukoellner.net: In gerade einmal zwei Wochen hast du es geschafft, dass Eure Videos auf Dailmotion über 130.000 abgesehen wurden. Was hat das Internet für Vorteile gegenüber einem traditionellen Fernsehsender?
Aviel Silook: Das Netzwerk bietet uns eine perfekte Plattform und wir haben unser Bestes gegeben, um es dort zum Laufen zu bringen. Das Internet ist ein Format, das jedem Video die best mögliche Chance einräumt. Die BMVAs sind Awards, die für alle offen stehen, sie spornen die Künstler zur Weiterentwicklung an und geben ihnen die Möglichkeit, das auszustellen, was ihnen von opportunistischen Fernsehsender verwehrt bliebe. Wir zeigen Videos, die dem Fernsehen, warum auch immer, entgangen sind.

Erstaunlicherweise gibt es einige französische Nominierten. Woher, meinst du, kommt das?
Keine Ahnung, wie die Menschen in Frankreich von unserem Award erfahren haben, aber ich bin froh, dass es so gekommen ist! Ich glaube sogar, dass ein paar französische Künstler unter den Gewinnern sein werden. Ich kann es immer noch nicht glauben, wie viele Rückmeldungen wir speziell von französischen und skandinavischen Künstlern bekommen haben – es zeigt, dass es nicht nur eine Plattform für englisch- und deutschsprachige Künstler ist, sondern für alle da ist. Es ist eine große Ehre, sie dabei zu haben.

Kannst du uns mehr über das Programm der Awards verraten?
Die Networking-Events werden defintiv ein Highlight sein. Am 24. und 25. April sind sie öffentlich zugänglich, also kommt vorbei und stimmt mit ab. Am 25. Wird es eine nette kleine After-Party im Loophole geben und eine zweite ist am 27. im L.U.X..

In eurem Slogan sprecht ihr von Gemütlichkeit. Wie versucht ihr das umzusetzen?
Die Villa ist auf jeden Fall schon mal gemütlich! Berlin ist eine sehr soziale Stadt, in der es vor allem darum geht, sich gegenseitig zu unterstützen. Woanders wirst du mit der immer gleichen Frage konfrontiert: Wie sieht es mit dem Geld aus? Die Villa Neukölln ist ein grandioser Veranstaltungsort, der die richtigen Möglichkeiten anzubieten hat und die Betreiber sind unglaublich entgegenkommend. Damit bleibt unsere Plattform gemütlich – wir versuchen ja nicht, MTV zu sein! Nach den Awards soll dann noch eine Dokumentation des Projekts online veröffentlicht werden.

Dein Team und du, ihr habt auf die BMVAs seit sechs Monaten hingearbeitet. Besteht dein Team aus freiwilligen Helfern oder Profis?
Das Team setzte sich aus Helfern zusammen, die alle von den Beziehungen profitieren, die sie durch die Arbeit mit uns geknüpft haben. Und sie waren unglaublich professionell. Ich bin der Initiator, aber sehr viel Arbeit wurde von anderen übernommen. Das Design zum Beispiel ist fantastisch und hat uns jetzt schon von anderen Events abgehoben.

Auf was freust du dich am meisten?
Die Stars der Videos persönlich kennenzulernen! Ich stelle mir das ziemlich spannend vor, die Leute zu treffen, die ich aus den Videos bereits kenne. Das gilt für die Performer, aber natürlich auch die Regisseure. Einmal geht es nicht nur um die Bands, sondern auch die Leute hinter der Kamera.

Und gibt es schon Pläne für die BMVAs im nächsten Jahr?
Nächstes Jahr wollen wir spezifischere Kategorien haben. Die Kategorie „das trashigste Video“ soll beispielsweise in „lustig“, „sexy“, etc. unterteilt werden und es gibt schon Gespräche über audiovisuelle Installationen und mehr Performances. Ab gesehen davon bin ich offen für alle Vorschläge!


Berlin Music Video Awards

24. bis 28. April 2013
Villa Neukölln, Hermannstraße 233
Berlinmva.com

Das Ganze noch mal auf  französisch? Hier entlang.

In Zusammenarbeit mit

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.