von am 10. April 2013

Heute beginnt das Pictoplasma, ein jährliches Kunstfestival plus Konferenz. Auch in Neukölln beteiligen sich einige Ausstellungsorte mit internationalen Künstlern.

Bei Pictoplasma steht alles im Zeichen der Characters, also der Darstellung von Figuren in verschiedensten künstlerischen Medien. Neben der Konferenz gibt es in der ganzen Stadt Events, auch im Reuterkiez. Die Ausstellungen eröffnen diesen Mittwoch um 19 Uhr und gehen noch bis Sonntag, in der Regel jeweils von 12-20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die rote Brille ist Olimpia Zagnolis Markenzeichen.

Olimpia Zagnoli

Triff den Zauberer von OZ! Besser gesagt, die Zauberin von OZ. OZ steht nämlich für die italienische Illustratorin Olimpia Zagnoli. Ihre Bilder erinnern etwas an Pop-Art und an die Bilder des französischen Künstlers Parra. Meist kommen nur wenige Farben und Muster zum Einsatz, dafür arbeitet Zagnoli mit großen Flächen und einfachen Formen. Mit diesen wirksamen Konzept haben es ihre Illustrationen schon auf die Titelseiten des New Yorker und der New York Times geschafft, wurden aber auch in Werbekampagnen für Tommy Hilfiger, Levi’s oder Fiat verwendet.
Platform for abstract photography
Maybachufer 16
www.olimpiazagnoli.com
http://www.facebook.com/platformforabstractphotography 

Marshmallow-Wolke von Yeka Haski

Yeka Haski

Die Russin Yeka Haski scheut sich nicht Nudelbilder zu machen. Nudelbilder! Die kennt sicher der ein oder andere aus dem Kindergarten, als man unbeholfen Farfalle auf chlorfrei gebleichtes Papier pappen musste. Bei Haski sieht es natürlich um Welten besser aus, sie lässt die Nudeln aus einer bärtigen Wolke rieseln oder setzt daraus eine Lockenmähne zusammen. Im Cube 54 stellt sie eine kleine Schaufensterinstallation aus, in deren Mittelpunkt rosa Wolken aus Marshmallos stehen. Mehr von Yeka Haski kann man außerdem in der Platoon Kunsthalle sehen.
Cube 54
Hobrechtstr. 54
www.cube54.de
www.yekahaski.com

Mit Filzstiften aus dem Supermarkt gemalt: Illustrationen von Osian Efnisien.

Osian Efnisien

Klein und zart sind die meisten Wesen von Osian Efnisien, meist nur wenige dünne Striche mit Filzstift auf vergilbtes Papier gezeichnet. Der Waliser braucht nicht viel, um charakterstarke Häschen, Bärchen und Fantasiewesen zu erschaffen. Die Natur ist immer wieder ein Thema, was wohl auch daran liegen kann, dass Efnisien in einer ziemlich abgelegenen Gegend im Norden von Wales lebt. Da gibt es wenig Ablenkung – und viel Zeit zum Zeichnen. Das macht er am liebsten vorm Kamin, während er sich keltische Sagen anhört.
Funk[ ]raum
Pflügerstr. 70/72
Mehr Bilder auf Flickr
www.claudiavonfuncke.de/Funckraum.html

Jon Burgerman

Kann man kaufen: Essenskunst von Jon Burgerman.

Der Brite Jon Burgerman lebte einige Zeit in New York, wo in vor allem die Imbiss-Kultur fasziniert hat. In seinen Illustrationen tummeln sich deshalb allerhand Fastfood-Delikatessen oder er porträtiert hungrige Restaurant-Gäste. Der Stil ist mal comichaft verspielt, mal ins Abstrakte gleitend. Einige der Arbeiten, unter anderem auf Pappteller gemalt, kann man während der Ausstellung in der Bürogemeinschaft und Galerie Pflüger68 erwerben.
Pflüger68
Pflügerstr. 68
www.jonburgerman.com
www.pflueger68.de

Anubis, einer von Ian Kirkpatricks "Totem"-Figuren.

Ian Kirkpatrick

Für seine „Totems“ hat Ian Kirkpatrick ägyptische Antike und moderne Popkultur zusammengebracht. Eine Statue des ägyptischen Gottes Anubis ist bedruckt mit einer Kollage aus allerhand Symbolen, auf einer Art Schrein finden sich Comicfiguren. Ein Einfluss war sicherlich, dass er für eine Universität archäologische Funde dokumentierte. In seiner Arbeit als Künstler verwandelt der Kanadier einfache Schachteln aus Karton in geheimnisvolle Objekte.
Retramp Gallery
Reuterstr. 62
www.retramp.com
iankirkpatrick.wordpress.com

Auf der Flucht: Sue Doeksens Character-Welt.

Sue Doeksen

Sue Doeksens Ausstellung im Feed Soundspace steht unter dem Motto „The Great Escape“. Illustrationen von Leitern, Löchern, Ballonen und einer Menge reisender Wesen sollen dazu animieren, zum richtigen Zeitpunkt die Flucht zu ergreifen. Die Niederländerin zeichnet nicht nur, sondern arbeitet oft auch mit großen Papierkollagen, ähnlich wie Sarah Illenberger. Ihre Bilder waren in vielen Magazinen, auf Buchumschlägen, Postkarten und Postern zu sehen.
Feed Soundspace
Hobrechtstr. 65, HH 4. Stock
www.suedoeksen.nl
www.6554.de

 

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