von am 16. Mai 2016
"Magie des Lesens" (Foto: János Szombati)

„Magie des Lesens“ (Foto: János Szombati)

Das Museum Neukoelln zeigt von Mai bis Dezember eine kleine, aber ganz besondere Büchersammlung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Unser Autor war bei der Eröffnung dabei.

Am Donnerstag Abend eröffnete im Museum Neukoelln die neue Ausstellung Die Magie des Lesens. 24 Neukoellner haben dafür eine Auswahl ihrer Lieblingsbücher zusammengetragen. Ergeben hat sich daraus eine Sammlung von etwa 90 Büchern, die in ihrer Individualität unübertroffen sein dürfte. Neben archaischen Werken von Goethe ist über Heinrich Böll, dem Tagebuch Anne Franks, bis zu modernen Romanen wie „tschick“ vieles dabei.

Farbenfroh und inspirierend

Französische und türkische Literatur lässt sich ebenso finden, wie Märchen-, Bilderbücher und japanische Mangacomics. Natürlich dürfen überdies schnulzige Nicholas Sparks-Romane oder ein guter alter Krimi von Agatha Christie nicht fehlen. Mag jemand Literatur für eine noch so staubige Disziplin halten, wird ihn dieser farbenfrohe Raum des Museums Neukölln zweifellos zum Lächeln bringen. Aus der Kombination von Sitzecken, Vitrinen, Abbildungen und Texten entsteht eine äußerst inspirierende Atmosphäre.

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Erschütternde Bilder aus der U7 – hatten diese Menschen ihr Smartphone vergessen?! (Foto: János Szombati)

Historischer Kontext des Lesens

Für den Bezirk Neukoelln zeigt die Ausstellung auch den historischen Kontext des Lesens in verschiedenen Gesichtspunkten. Thematisiert wird das Lesen lernen für Kinder, das Engagement für Neuköllner Analphabeten oder auch die Bücherverbrennung 1921 auf dem Tempelhof. Dazu und zu vielem mehr gibt auch der begleitende Katalog (Hrg. Udo Gößwald) interessante Informationen.

Magie im Kopf

Wie schon der Name der Ausstellung verrät, handelt es sich bei diesem kreativen Projekt keinesfalls um die technischen Aspekte des Mediums „Buch“. Die Betonung liegt auf Magie. Die Magie, die beim Lesen im Kopf ein Bild erzeugt – und natürlich beim gleichen Text in jedem Kopf ein anderes Bild. Das Handwerk des Buchdrucks oder der aktuelle Aufschwung zum Ebook spielen keine Rolle, was in diesem Rahmen auch fehl am Platz wäre. Genügend neumodischen Charme verleihen iPads, die jeder Besucher am Eingangstresen ausleihen kann. Sie funktionieren als Ausstellungsguides und präsentieren die eigens produzierten Hörstücke, welche die Bedeutung der Bücher im jeweiligen biographischen Kontext der Aussteller erklären.

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Atmosphäre: entspannt und inspirierend. (Foto: János Szombati)

Hommage ans Lesen

Im Ganzen lässt sich die Ausstellung als Hommage an das Lesen verstehen. Jeder, der gerne liest oder einfach mal Lust auf kreative Inspiration hat, kann sich die Ausstellung bis Ende des Jahres anschauen.

 

„Magie des Lesens“ im Museum Neukölln, Gutshof Britz, Alt-Britz 81, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, bis 30. Dezember 2016.

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