von am 8. April 2013

Etwa 500 Menschen erinnerten am Wochenende in Neukölln an Burak B., der vor einem Jahr erschossen wurde. Es gibt noch immer keine Spur vom Täter und auch die Frage, ob es sich um einen rassistische Tat handelt, bleibt offen.

Ein Jahr ist es her, als Burak B. erschossen wurde, in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012: Der 22-jährige Burak B. stand mit seinen Freunden an einer Bushaltestelle in Neukölln Britz, als ein Unbekannter auf die Gruppe zutrat, schoss, sich umdrehte und verschwand. Einfach so. Burak B. erlitt einen Lungendurchschuss und starb, zwei seiner Freunde wurden schwer verletzt.

Noch immer ist die Tat nicht aufgeklärt, schlimmer noch – es gibt nicht die geringste Spur vom Täter und kein Motiv. Am Samstag gedachten etwa 500 Menschen dem ermorderten Burak B.  am Columbiadamm in Neukölln. Die Initiative „Für die Aufklärung des Mordes an Burak B.“ hatte zum Gedenkmarsch aufgerufen. Die Initiative besteht aus Freunden und Angehörigen Burak B´s, antirassistischen Initiativen und der Opferberatung ReachOut.

Die Teilnehmer stellten vor allem die eine Frage, ob es wieder ein rassistischer Anschlag war. Buraks Familie stammt aus der Türkei, seine Freunde haben ebenfalls einen Migrationshintergrund. Die Behörden sagen „sie ermittelt in alle Richtungen“, es gebe weder Hinweise auf einen rassistischen Anschlag, noch könne man diesen ausschließen.

Der Mord an Burak B. erinnert sehr an das Vorgehen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Als Burak B. ermordet wurde, war die Mordserie der rechtsterroristischen NSU gerade mal ein halbes Jahr bekannt. Auf dem Gedenkmarsch wurde in Redebeiträgen gefordert, dass man aus dem NSU-Skandal lernen und allen Informationen nachgehen solle.

 

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