von am 20. Januar 2012

Immer wieder Freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir von nun an die Links der Woche –  was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Was war los?

  • Falls sich noch jemand fragt, was wir Mittwoch da gemacht haben, hier lang!
  • Mit der Karl-Marx gehts aufwärts, steckten Neuköllner der Berliner Zeitung. Wieso und was sich entwickelt kann man hier nachlesen.
  • Was passiert wenn eine Münchner Boulevardzeitung Neukölln beschreiben möchte?
    Na das klingt dann so:

    „Neu­kölln, 8. Ber­li­ner Ver­wal­tungs­be­zirk, 312000 Ein­woh­ner aus 165 Na­tio­nen. 38 Pro­zent der Be­woh­ner, 60 Pro­zent der Ju­gend­li­chen sind nicht deut­scher Her­kunft. Jeder Vier­te ist ar­beits­los. Jedes zwei­te Baby wächst in einem Hartz-IV-Haus­halt auf. An den Haupt­schu­len feh­len 25 Pro­zent der Schü­ler mehr als 21 Tage im Jahr. Das Neu­köll­ner Job­cen­ter hat die nied­rigs­te Ver­mitt­lungs­quo­te Deutsch­lands. Es gibt zu wenig Ärzte, dafür Wach­diens­te an Schu­len. Ge­mes­sen an sei­nen Ein­woh­nern hat Neu­kölln die we­nigs­ten Kin­der­ta­ges­stät­ten, Ju­gend- und Se­nio­ren­hei­me in Ber­lin. Zu­sam­men er­gibt das ein ka­ta­stro­pha­les Image. „Neu­kölln“, schreibt Wi­ki­pe­dia, „wird immer wie­der als pro­mi­nen­tes Bei­spiel für ein gan­zes Bün­del so­zia­ler Pro­blem­si­tua­tio­nen ge­nannt.“ Zum ganzen Artikel in der tz.

    Es gibt aber auch eine andere Herangehensweise, Neukölln zu beschreiben. Die dpa lieferte letztes Jahr einen Artikel über den „Szenekiez Neukölln“, der sich Stück für Stück durch die deutsche Presselandschaft mäanderte.  Zuletzt gesehen im Schwäbischen. Übrigens, die tz weiß auch seit November, dass Neukölln mehr ist, als oben zitiert. Vielleicht hilft es manchmal auch, im eigenen Archiv nachzusehen als nur bei Wikipedia…

  • Dritte Option Neukölln zu beschreiben: Medienstandort Neukölln!

Was wird sein?

  • In der Neuköllner Oper wurde gestern das Stück Yasou Aida! uraufgeführt; Aida trifft das krisengeplagte Griechenland und, ganz demokratisch (Wiege der Demokratie und so..), wird das Publikum ins Stück eingebunden. Samstag und Sonntag lässt sich das jeweils ab 20 Uhr miterleben. Klare Empfehlung!
  • Gründe, in die Laika zu gehen, gibt es viele. Zum Beispiel der zweite Südafrika Kinoabend nächsten Mittwoch. Wer früher nen Grund sucht, der geht einfach zum Poetry Slam heute Abend ab 19:30 Uhr.
  • „Dutch MicroBrewery beers“ gefällig? Lässt sich einrichten, im O Tannenbaum wird Samstag ab 19 Uhr Lost Property los sein! Das ist eine Art Bar/Projektraum aus Amsterdam, in dem zusätzlich eigenes Bier gebraut wird, also ein „Dutch MicroBrewery beer“. Und im Gepäck werden mehrere „MicroBrewery beer“-Sorten sein. Musik und Visuals gibts von Lost Property obendrauf.
  • Ebenfalls am Samstag wäre dann noch in unserer neuen Heimat Ida Nowhere ein besonderes Event. Unsere spinnerten Hausherren brauchen wohl neuen Platz, den sie an ehrenwerte Lokaljournalisten verchecken können. Deshalb wird dort ab 19:00 Uhr viel Kunst gesammelt und günstig wegauktioniert. Glasklare Empfehlung!
    PS: Miete ist unterwegs, schönes Wochenende!

 

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