von am 3. Oktober 2013

balkon_schirm

Die Serie “Pieces of Neukölln” geht in eine weitere Runde. Fotograf und Künstler Florian Reischauer lässt uns diesmal dem vergangenen Sommer hinterherweinen.

Es ist bereits die achte Ausgabe unserer Serie, in der wir Euch Florian Reischauers Neuköllnbilder aus seinem Foto-Blog “Pieces of Berlin” präsentieren. 2013 wurde das Projekt des Österreichers und Wahlneuköllners mit dem Annual Multimedia Award ausgezeichnet. Von April bis Juni dieses Jahres stellte er seine „Pieces“  in der österreichischen Botschaft aus. Wer Reischauers anstehendes Buchprojekt unterstützen möchte, der folge bitte diesem link.

Bereits im August 2011 lief auf neukoellner.net der erste Teil der Pieces of Neukoelln, es folgten Nummer zwei, drei, vier, fünf, die Späti Pieces und das Ringbahn-Special. Nun holen wir Euch den Sommer zurück in die gute Stube mit „Last Pieces of Summer“ – Schnappschüsse und Ansichten aus den Straßen Neuköllns.

tilman

tilman; 29; online management;
“berlin ist ein bisschen sowas wie eine neue heimat.
als ich 1999 das erste mal hier war, hatte ich sofort das gefühl,
ich müsste hier irgendwann mal leben.
die menschen waren offen, etwas rauh, aber das kannte ich ja von daheim,
und außerdem hatten sie eine herzliche freundlichkeit, die, wenn sie
denn mal zum vorschein kam, wenigstens ernst gemeint war.
was andere an großen städten hassen, die anonymität, die ‘scheiß drauf’
mentalität, das war das was ich suchte. stuttgart ist, in vielen dingen,
mehr oder minder ein dorf, und wenn sich hier jemand über die prenzlberger
schwaben aufregt, muss ich in der regel leicht schmunzeln: die leute hier
haben keine ahnung, wie krass das schwabenländle wirklich ist.
sonst ist berlin einfach nur schön wegen seiner vielfalt, und der tatsache,
dass hier soviel verschieden lebensweisen, kulturen und menschen
nebeneinander existieren können, ohne sich permanent gegenseitig anzupissen.
manchmal könnte man sich darüber ärgern, dass nicht genug austausch
stattfindet, aber ich denke, das menschen auch eine art rückzugsort brauchen,
in dem sie sich in erster linie daheim fühlen.
interaktion und austausch ist dann vielleicht das letzte was man will.
auf gewisse weise bin ich natürlich auch in berlin wieder im dorf, genauer,
im ‘rix-dorf’ gelandet. hier kennt sich halt auch jeder und man kann kaum
einen schritt gehen, ohne jemanden über den weg zu laufen, den man kennt.
aber das schöne ist halt, dass die große weite welt direkt vor der haustür
liegt. eine station mit der s-bahn und du bist wo, wo dich keine sau kennt
und kannst machen was dir gefällt. das ist so ungefähr die freiheit die ich
immer gesucht habe. und in berlin habe ich sie gefunden.”

 

kebaphuette

berlin bilder – a piece of shopping II

 

neukoelln_kneipe

berlin bilder – a piece of kneipe

 

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