von am 19. Januar 2012

Kupfer ist bruchsicher. Es ist also sicher, dass es bricht, wird es geknickt. Umso erstaunlicher ist, welche zarten Figuren die Künstlerin Ursel Arndt aus Kupferdraht formt.

Ob gestrickt, geklöppelt oder gebogen – die Künstlerin Ursel Arndt zeigt derzeit in der Galerie R31, wie viel ästhetisches Potential in Kupferdraht steckt. ”Das Kupferkabinett” hat sie ihre von Kindern, Frauen und Alten, von Schnecken und Vögeln bevölkerte Ausstellung genannt.

Die Künstlerin schlachtet alte Röhrenradios aus, um an ihr Arbeitsmaterial zu kommen oder spürt versteckte Kellergeschäfte auf, die Kupferdrahtgewebe für den Hausgebrauch verkaufen. Filigran und transparent sind die Figuren, die Ursel Arndt akribisch formt. Sie haucht ihnen Leben und ihre Wünsche ein: So symbolisiert ein fliegendes Hemdchen all jene Kinder, die nicht geboren wurden. Faszinierend sind nicht nur die Gestalten selbst, sondern auch die Schatten, die sie werfen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Januar 2012 in der Galerie R31, Reuterstr. 31, zu sehen. Besonders zu empfehlen: Die Führung von Ursel Arndt durch ihre Ausstellung immer freitags um 20.00 Uhr und sonntags um 16.00 Uhr.

www.R31.suchtkunst.de

 

 

 

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