von am 15. Juni 2013

Der Fotograf Nick Großmann hält in einem Rollenspiel die Persönlichkeiten von Menschen mit psychischen Erkrankungen fest. Daraus entstand eine faszinierende Bilderserie.

Text: Magdalena Kammler

Viele junge Leute sind am Freitagabend im und vor dem Zirkumflex zu sehen. Zur Eröffnung der Fotoaustellung “Rollentausch“ stellt der Fotograf in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Menschen mit psychischen Erkrankungen in ein neues Licht.  Großmann benutzte für seine Arbeiten eine 80 Jahre alte analoge Plattenkamera, später entwickelte er die Negative und scannte sie ein. Durch diese Methode gewann der Inhalt des Projekts eine Sensibilität, die sich auch in der Technik widerspiegelte. Die intensive Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Bilder gab den Projektteilnehmern die Möglichkeitnicht nicht nur vor der Kamera zu stehen, sondern auch die technische Arbeit dahinter zu erleben.

Unter der Fragestellung „Was bin ich?“ und „Was kann ich sein?“ fotografierte Großmann die Portraitierten in verschiedenen Rollen. Ob in Anlehnung an Albert Einsteins  bekanntes Bild mit ausgestreckter Zunge oder eine Interpretation der Dinner-For-One-Szenerie, alle Fotografien strahlen eine Eigenwilligkeit und Nähe aus. Vielleicht können wir erst wir selbst sein, wenn wir uns in eine Rolle begeben.

Zirkumflex (SCHI – 04), Fontanestr. 25: Fr 19-24 Uhr, Sa 10-19 Uhr, So 10-19 Uhr

Die Fotos dieses Artikels wurden mit der Olympus OM-D E-M5 erstellt,
mit freundlicher Unterstützung von


 

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