von am 12. Januar 2014

jumanggy_Mark ManguerraWer Auberginen mag, wird sie lieben: die Parmigiana (italienischer Auberginenauflauf). Und wenn die Zubereitung nicht so zeitaufwendig wäre, würde ich sie wohl dreimal pro Woche essen. Mindestens.

Foto: Mark Manguerra/flickr

Versucht man seinen Gästen zu erklären, dass man eine „Parmigiana“ (“Parmitschana”), also einen Auflauf machen werde, schnellen meistens die Augenbrauen in die Höhe und sie fangen verwundert das Rätselraten an, wie das gehen soll mit dem „Parmigiano“, der italienischen Spezialität Parmesan, einen Auflauf zu machen.

„Das hat mit ‘Parmigiano’ nix tun. ‘Die Parmigiana’ ist ein Auberginenauflauf!“ Das war in etwa die Antwort, die ich von meiner italienischen Bekannten bekam, als ich versucht habe, mit meinen Pseudo-Italienischkenntnissen den Bogen zum Parmesan zu schlagen. Und das ist die Antwort, die seitdem auch alle Parmigiana-Gäste von mir bekommen.

Ursprünglich kommt die Parmigiana aus dem Süden Italiens und wird als Hauptgang nach der Pasta serviert. Aber eigentlich braucht man davor und danach nicht viel anderes, es ist genug Fett und Käse drin. Auberginen sind ohnehin ein fantastisches Gemüse, aber in der Kombination mit den wenigen einfachen Zutaten, auf die richtige Weise zubereitet, kommt der gute Geschmack der Eierfrucht perfekt zur Geltung. Ergebnis: Schmackofatz!

Für mich ist das Gericht aber noch mehr als eine Leibspeise. Es erinnert mich immer an die gemeinsamen Essen zur Erasmus-Zeit in Spanien, bei denen jeder seine Kochkünste vorführen und weitergeben konnte. Und somit ist die Parmigiana Erinnerung  und Ausdruck unseres interkulturellen und interkulinarischen Austauschs, der durch das Essen für immer erhalten bleibt.

Zutaten für 4 Portionen

4 bis 5 große Auberginen
1,5 bis 2 kg Tomaten (Pizzatomaten aus der Dose oder frisch)
4 bis 5 Packungen Mozzarella
6 bis 8 Eier
Mehl
Basilikum (frisch)
Olivenöl
Tomatenmark
Salz, Pfeffer
evtl. Parmesan

Zubereitung

Am besten fängt man direkt mit der Tomatensauce an. Je länger die Sauce köchelt, desto geschmacksintensiver wird sie. Frische Tomaten in Würfel hacken oder Pizzatomaten nehmen, im Topf aufkochen und anschließend auf niedriger Flamme köcheln lassen. Früh den Basilikum gestückelt dazu geben (gibt nach längerem Kochen Schärfe ab), ein bisschen Olivenöl, Tomatenmark und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mindestens 30 Minuten köcheln lassen, besser 45 Minuten – die Sauce soll sämig, aber nicht zu fest werden. Zur Not Wasser nachgießen.

Parallel werden die Auberginen in halbzentimeter dicke Scheiben geschnitten, gesalzen, und anschließend in der Pfanne mit Olivenöl frittiert. Dazu die Eier mit Salz und Pfeffer in einer Schüssel verrühren und einen Teller mit Mehl vorbereiten. Auberginenscheiben abtupfen, dann in Mehl wenden und schließlich durch die Eierpampe ziehen und direkt in der heißen Pfanne rausbraten. Die Scheiben sollen einigermaßen gut durch und das Ei knusprig braun werden.

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Sind die Auberginenscheiben alle durchfrittiert, müsste bis dahin auch die Tomatensauce fertig sein. Jetzt muss nur noch alles geschichtet werden. Zuerst den Boden der Auflaufform mit Tomatensauce bedecken, dann die erste Schicht Auberginen und darauf dünn geschnittene Mozzarellascheiben verteilen. Das Ganze wiederholen, bis die Auberginen verteilt sind. Wichtig: mit dem Verteilen der Tomatensauce sparsam  sein. Lieber zum Schluss den Rest darüber gießen, da die Flüssigkeit nach unten sinkt. Auch den  Mozzarella so einteilen, dass für die oberste Schicht noch genug bleibt. Die letzte Schicht kann zum Schluss noch mit Parmesan bestreut werden, das sorgt für eine goldbraune Kruste.

Bei etwa 180 – 200 Grad in den Ofen. Etwa 35 bis 45 Minuten ziehen lassen – bis die Kruste knusprig braun und die Auberginen gut durch sind. Buon appetito!

 

2 Kommentare:

  • Bernd sagt:

    Das hört sich extrem lecker an und ich werd’s wenn ich Zeit habe nachkochen! 🙂
    Das wird insbesondere meine Tochter mögen, die nicht besonders auf Fleisch steht.

    Kannst Du noch sagen wieviel Vorbereitungszeit man braucht?

    LG
    Bernd

  • Max Büch sagt:

    Vielleicht grob eine Stunde, würd ich sagen, plus die etwa 45 Minuten im Ofen. Kannst ja mal ein Foto schicken, wenns soweit ist.

    LG

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