von am 5. März 2012

Freitag lockte der neue Neuköllner Club CUBE zur „Secret Opening Party“. Neben der offiziellen Partyeinladung zur geheimen Cluberöffnung verwunderte auch der Eröffnungsredner: Heinz Buschkowsky.

Über einen roten Teppich durfte man Freitag, eine Woche nach der ausgefallenen Bachstelzen-Champagnerama die neue „Club- und Eventlocation“, wie die Betreiber das Cube bezeichnen, betreten. Der erste Eindruck: Staunen über die gewaltige Größe. Der erste Gedanke: Wie wollen die den Laden bloß vollkriegen?

Rundgang: Vorne befindet sich die schicke „Event-Area“ – weiße Höckerchen, Tischchen und eine große gesponserte Margherita-Bar. An die Wand werden Würfel projiziert. Schnell ein Häppchen und einen alkoholisches Getränk gegriffen, und weiter durch, nach hinten in den Club-Bereich. Der Look: Industriechic. Ganz schön eigentlich. Auffällig: die große gesponserte Whisky-Bar. Wir setzen uns. Just kommt eine Dame und stellt ein Reserviert-Schildchen auf: „Herr Steinmeier“ steht da (ob das der Steinmeier war?). Dann eben auf eine Zigarette in den hinteren Gang, wo die Nikotin-Süchtigen zusammenkommen. Vor dem Notausgangschild läuft Wasser in einem kräftigen Strahl von der Decke, Angestellte schaffen einen Kühlschrank zur hinteren Bar, bleiben ob der niedrigen Deckenhöhe stecken. Ein schönes Schauspiel.

Buschkowsky ist hetero!

Dann wird es ernst: Buschkowsky hält seine Eröffnungsrede. Gespannt warten wir auf die gekonnte Überleitung zum Thema Integration, werden aber glücklicherweise enttäuscht. Er hat wohl zuviel von den freien Drinks genippt (eine persönliche Vermutung, keine Beweise!), man kann nur die Hälfte verstehen. Folgende Passage war dann aber verständlich: Ihm sei gerade ein Mann in pastellfarbener Hose begegnet. Dies habe ihn dazu veranlasst, den Gast mit den Worten „Vorsicht, ich bin hetero“ zu begrüßen. Buschkowsky findet das lustig. Dann brüllt er ins Micro: „Prenzlauer Berg ist out!“ Dafür bekommt er dann doch noch ein wenig Applaus.

Auffällig: Die Menschenmischung – von jedem Stereotyp und allem dazwischen aus jeder Altersklasse etwas. So richtig wohlfühlen scheint sich jedoch keiner in seiner Haut an diesem merkwürdigen Ort mit diesem merkwürdigen Namen, der eher an eine Disco in den 90ern auf der schwäbischen Alb erinnert.

Nach dem Kater

Die Reaktionen auf Facebook werfen ein positives Licht auf das erste Cube-Wochenende. Da im Vorfeld der Eröffnung jedoch kritische Bemerkungen, zum Beispiel über die Neukölln-untypische Getränkekarte, von der Veranstaltungspinnwand gelöscht wurden, ist die Aussagekraft der zu lesenden Posts begrenzt. Auch da wir uns sehr früh vom Geschehen verabschiedeten, interessiert uns: Wie gefiel euch das Cube? Taugt der Club als Neuköllner Alternative zu den üblichen Verdächtigen in den anderen Bezirken oder werden die Tanzwilligen weiterhin in andere Gefilde flüchten müssen?

 

17 Kommentare:

  • Juschka sagt:

    Würde Euch ja gern schreiben, wie mir der Club gefallen hat, wollte ihn nämlich am Samstag testen. Aber es war auch trotz intensiver Suche und 2x ums ganze Gelände fahren incl. Haupteingang zum Vollgutlager auf dem Gelände kein Eingang und keine Party zu finden!!! Zwar war ich „erst“ um 1:30h da, aber das kann ja nicht der Grund gewesen sein…Wo war der Club?? Schon wieder geschlossen?? Wer kann helfen???

  • neukölln sagt:

    der eingang ist genau bei der angegebenen adresse (siehe internetpräsenz: http://www.cubeberlin.de/).
    rollbergstr.26!!!
    es handelt sich NICHT um das gelände wo damals schon parties waren, sondern um das gelände unter der kartbahn!!!
    es war am samstag leider recht früh geschlossen, da es anscheinend vielen so ging wie dir juschka.

  • Sniff sagt:

    Um den Club mit hippen worten zu beschreiben „FAIL“

    hätte ich eine Internetseite mit Club Kritiken dann würde dieser Laden max 1 von 5 Sternen bekommen, super nervige Türsteher, Rauchmelder die Alarm schlagen wenn eine Zigarette geraucht wird, 0,2 Bier für 3 Euro und ein Ambiente welches den Scharm von Großraumdisco aus NRW seinesgleichen sucht. Für jemanden der nicht aus Berlin stammt, bzw. Wohnt, mag dies vielleicht seinen Ansprüchen gerecht werden. Leider fehlt hier die Liebe zum Detail und das Angagement sich
    dem Partyfolk in Berlin anzupassen. zu groß, zu unpersönlich, zu „sauber“.
    Wenn der Prezlberg tot ist, dann Stirbt Neukölln mit diesem Club!

  • Fabi Will sagt:

    Der Eingang ist nicht an der Kartbahn! Sondern in der Rollbergstr. 26. Das ist seitlich von dem Gelände, also am besten von der Karlmarxstraße zugägnlich

  • Juschka sagt:

    ja, an der Seite, Rollbergstr. 26 waren wir auch, aber da war um 1:30h alles dunkel und verrammelt…dann muss es ja SEHR früh geschlossen worden sein…

  • Oli sagt:

    Stimme grundsätzlich zu- das war nix….
    Allerdings war die Tür Samstagmorgen um 5:30 als ich gegangen bin noch offen und da war auch was los….. Soweit ich weiß sollte Samstag Nacht gar nix stattfinden.

  • obie sagt:

    ich sehe auch grau/ schwarz für den club! location war ok, aber auch nicht mehr, die getränkepreise unverschämt. ich hatte mir mehr erhofft… die große frage wird sein, ob sie sich mit interessanter/ guter musik besonders machen können. ich glaube ehrlich gesagt nicht daran. verpasste gelegenheit…

  • Snokie sagt:

    Ob gute Musik oder mal vielleicht irgendwann angemessene
    Getränkepreise, die Gegend ist einfach zu gefährlich: Nachts Party im Rollbergviertel und Morgens über die Herrmannstraße nach Hause. Wer da verprügelt und ausgeraubt wird, ist wohl selber schuld. Aber wer da betucht genug ist, um zu feiern, kann wohl auch teilen!
    Das Konzept ist schon fragwürdig: High End in Neukölln. Mit Morbidität hätte es vielleicht klappen können, aber so macht man nur dem TopDisco Konkurrenz. Verbranntes Geld.

  • obie sagt:

    auf snookies kommentar muss ich ja nochmal kurz antworten. die gegend ist definitiv nicht gefährlich, wohne seit 1,5 jahren in der flughafenstraße und hatte nie irgendwelche probleme!!!

  • Tester sagt:

    Das war der Reinfall schlechthin.
    Ich war am Freitag da um mir den Laden mal anzusehen. Eine einzige Baustelle!
    Nackter Beton, nicht eine Wand gestrichen, der häßlichste Laden den ich je gesehen habe. Überall loser Putz etc. Nur die Toiletten sind halbwegs okay.
    Chic ist anders.
    Ein riesen Laden, der größte den ich kenne, kaum Lichtanlage (ist einfach zu groß die Hütte). Meiner Meinung nach nie voll zu bekommen. Da kannst du locker 5.000 Leute versenken.
    Aber der Eintritt war ja kostenlos, daher auch eine Menge Leute. Aber immer noch zu wenig für die Hütte. Es lief House, Techno etc.

    Naja und dann kam der Samstag!
    Ich war um kurz vor 0 Uhr da und bin schon nicht mehr reingekommen. Aussage Türsteher: „Wir haben Probleme mit der Lichtanlage“. (Was für ein dämlicher Spruch, etwa mit den 5 Scheinwerfern?)
    Ich habe dann gewartet bis mal ein paar Gäste rauskamen und die gefragt.
    Da kam eine erstaunliche Antwort: „Es sind ca. 25 – 30 Leute im Laden, der macht jetzt zu und zahlt die 7 Euro Eintritt wieder aus.

    Tja, das war wohl nix.

  • Der von neben an sagt:

    Ich verstehe diese ganze Aufregung nicht , a ist Neukölln kein Bezirk wo man sich fürchten muss ,dass war mal vor 10-15 Jahren vllt mal so gewesen was sich schon lange wieder gelegt hat.. abgesehn davon ist neben dem Cube direkt ein Polizeiabschnitt B ich weiß ja nicht in welchen Locations ihr feiern geht,aber ELECTRO TECHNO .. DAFÜR IST DAS DIE BESTE UND GEILSTE LOCATION MIT DEM TRESOR ZUSAMMEN und das der Club mal früher zu macht ja na und man braucht Zeit bis sowas Rollt und wenn sowas erstmal Rollt können wir sone Geniale Party feiern wie es zur eröffnung war ich wünsche es mir als Nachbar und drück die Daumen für das Cube das es uns mit vielen schönen und hammer geilen Partys bereichert..

  • GL 0007 sagt:

    Gebt den Laden eine Chance, – sehr viel Potential. dass erst noch abgesteckt werden muss.

  • der 1910 sagt:

    In den Laden zieht derzeit die lokale Skateboard-Szene ein. Die Betreiber geben sich alle Mühe, sich lokal anzubinden (Rollberg Brauerei) und also auch Lösungen in Punkte Preisgestaltung zu finden. Am 24.05. feiert ROLLEREI dort einen Skate-Contest mit billigem Bier und preiswertem Eintritt, also: das wird schon ein guter Laden…

  • Neuköllner sagt:

    Wie kann man nur so dumm sein und auf der Seite neukoellner.net eine so schlechte Kritik schreiben. Wie geht das he? Und dann noch so von oben herab?

    Nehmt Euch mal ein Beispiel an einigen Kommentaren: Der Club macht gerade auf und ihr beerdigt ihn schon – ja und der Bürgermeister, was erwartet ihr? Der macht seinen Job – und den hat er gut gemacht. Ja sicher gesponsorte Tresen oder habt ihr mal eben 100.000 auf der Kante zur Vorfinanzierung – daraus einen Strick zu drehen, also echt. Es geht um Möglichkeiten, ihr hättet das Potential des Clus beschreiben sollen und was dort gehen könnte – dafür ist ne Eröffnung da. Konstruktive Kritik vom „verwöhnten Partyvolk“. 90er Atmosphäre, mein Gott is ja gut jetzt. So eine lächerliche Selbstbeweihräucherung durch den versnobbten „Weinkenner“ aka Kritiker von neukölln.net und zwar auf Kosten von Neukölln.

    „Ah, arrogance and stupidity all in the same package. How efficient of you.“

  • Pet sagt:

    Anmerkung zum Kommentar und dem letztem Quote. Dieser Satz wurde von Londo Mollari verlautet: „Ah, arrogance and stupidity all in the same package. How efficient of you!“ in der großartigen SciFi Serie „Babylon 5″… Zuvor spricht General Lefcourt:“We took care of the Dilgar, we can take care of the Minbari.“ Für die Vollständigkeit..
    Aber ersschreckend: Erst Urkel, jetzt Babylon 5, was kommt als nächstes? Die 80iger als Modehype? Ein möchtegern Schicki Micki Club in Neukölln? Puuh… aber vielleicht habe ich auch den falschen Blickwinkel und sollte es wie Londo Mollari halten: To the future. My old friends! To the future…

  • Chemtrails sagt:

    Also Leute Neukölln ist und bleibt gefährlich, bin ein echter Neuköllner hier geboren und aufgewachsen. Alles andere ist augenwischerei, man kann mittlerweile tagsüber ohne größere Probleme durch die Straßen wandern. Aber denkt mal so Ihr seit meistens in Gruppen unterwegs. Vorallem ist es unverantwortlich von euch jungen Frauen nachts hier alleine herumzuspatzieren…… Neukölln 44 lebt und bleibt……

  • Lex sagt:

    Was für ein Quatsch ich wohne seid über drei Jahren in Neukölln direkt am Hermanplatz auf der Hobrechtstraße. Es wohnen super viele Freunde und Freundinnen von mir hier. Wir sind alle in letzten Jahren dazu gezogen. Haben unsere Bars hier, Freunde haben ein Bistro in der Reuterstraße aufgemacht und es ist null gefährlich hier. Ich und meine Freunde sind jeden Abend in unserem geliebten Kiez unterwegs und auch die Mädels alleine und allen die sagen, das böse Neukölln würde ich ihnen einfach raten nach Bayern zu ziehen. Da ist es nicht gefährlich:)