von am 8. Dezember 2016

tas_dynamo_nkAm Ende fehlte das Glück und die Abgeklärtheit. Der SV Tasmania ist im Achtelfinale des Berliner Pilsener Pokals ausgeschieden. Vor 400 Zuschauern im Stadion Britz unterlagen die Neuköllner nach guter Leistung dem Favoriten BFC Dynamo mit 0:2.

In der Wiederauflage des Berliner Pokalfinales von 2015 gab es einen standesgemäßen Favoritensieg für den BFC Dynamo. Allerdings bot der SV Tasmania dem Regionalligisten und ehemaligen DDR-Serienmeister vor knapp 400 Zuschauern und etwa 30 anwesenden Polizisten ordentlich Paroli. „Einen Zweiklassenunterschied habe ich heute nicht gesehen“, sagte Tas-Coach Mario Reichel nach Spielschluss.

Im Stadion Britz, wohin Tas aufgrund des fehlenden Flutlichts im heimischen Seelenbinder-Sportpark umziehen musste, entwickelte sich von Beginn an eine zähe Partie. Der BFC Dynamo hatte zwar ein spielerisches Übergewicht, was sich vor allem in puncto Ballbesitz wiederspiegelte, doch große Torszenen ergaben sich kaum für die Mannschaft von Trainer René Rydlewicz. Bache (11.) und Pröger (6., 23.) hatten mit ihren Fernschüssen noch die besten Chancen. Kurz vor der Pause dann Dynamo im Glück! Nach einer Ecke traf Tasmanias Stürmer Karasu mit seinem Volley dann allerdings nur die Unterkante der Latte (44.).

Tasmanias Abwehr zweimal unachtsam

Zehn starke Minuten zu Beginn des zweiten Abschnitts genügten den Gästen schließlich zum Sieg. Zunächst verwerte Dynamos Innenverteidiger Steinhauer eine zu kurze Abwehr von Tas-Abwehrchef Ronny Ermel nach einem Freistoß von Göwecke, während drei Minuten später der agile Pröger im Verbund mit Muhovic eine Unachtsamkeit in Tasmanias Hintermannschaft eiskalt zum 0:2 ausnutzte.

Anschließend plätscherte die Partie dahin. Dynamo tat nicht mehr als nötig, um die Führung zu verwalten, hatte jedoch abermals Glück, als Schiedsrichter Kutscher bei einem Foul an Karasu nicht auf Elfmeter entschied (62.). Und der Außenseiter aus der Berlin-Liga hatte weitere Chancen: Asma zwang mit seinem 30-Meter-Knaller BFC-Torwart Siegemeyer zur Faustabwehr (83.). Der eingewechselte Samardzic schoss, nachdem er Dynamos Keeper bereits umkurvt hatte, BFC-Abwehrmann Köhne auf der Torlinie an (90.+1).

Reichel trotzdem stolz auf seine Mannschaft

Ernüchterndes Fazit: Trotz ausgeglichenem Chancenverhältnis und guter kämpferischer Leistung fehlte der Tasmania an diesem Pokalabend letztlich in den entscheidenden Situationen die Abgeklärtheit und das Quäntchen Glück. Trainer Mario Reichel zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung: „Ich bin heute sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Statistik:
SV Tasmania – BFC Dynamo 0:2 (0:0)
TASMANIA: Schelenz – Schmidt, Loder, Ermel, Tiedmann – Tokmak, Asma – Rogoli (71. Sahin), Marjanovic (74. Gaudian), Kirli (88. Samardzic) – Karasu.

DYNAMO: Siegemeyer – Breitfeld, Steinhauer, Köhne, Göwecke – Lambach, Bache – Pröger (79. Schmunck), Muhovic, Rockenbach da Silva (66. Breustedt) – Srbeny (90. Citlak).
SR: Kutscher (VfB Fortuna Biesdorf) – Zuschauer: 396 am Mittwochabend im Stadion Britz.
TORE: 0:1 (51.) Steinhauer, Kopfball nach Freistoß aus dem Halbfeld von Göwecke; 0:2 (54.) Muhovic, Flachschuss nach scharfer Hereingabe von Pröger.
GELBE KARTEN: Marjanovic, Asma, Karasu, Tokmak, Sahin, Kirli – Bache.
BESTE SPIELER: Karasu, Kirli, Loder – Pröger, Steinhauer, Breitfeld, Muhovic.

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