von am 27. Mai 2013

Moderator und Mann für die Bälle: Rapper Maxwell Smart (links) und Streetworker Zejlko Ristic.

Die Cage Streetsoccer Tour war zu Gast beim Yo22! Jugendzentrum in der Oderstraße. Ein Event, das neben technischen Kabinettstückchen durch Respekt und Fairness seiner Teilnehmer überzeugte.

Straßenfußball von seiner fairen Seite sah man vergangenen Freitag an der Oderstraße. Beim Yo22! Jugendzentrum gastierte die Cage-Streetsoccer-Tour, organisiert von der mobilen Jugendarbeit Outreach. Trotz des bescheidenen Wetters hatten sich knapp 150 Kids eingefunden, um im so genannten „Cage“ (einem umzäunten Streetsoccer-Court) gegeneinander anzutreten – und das völlig eigenverantwortlich.

Denn der sportliche Event lief ohne irgendeine Form von Schiedsrichter ab. „Die Regeln müssen die Jungs unter sich ausmachen“, so Streetworker und Mitorganisator Zejlko Ristic. Einzige Vorgabe: Jedes Spiel dauert maximal fünf Minuten und das Team, welches als erstes drei Tore erzielt, entscheidet die Partie für sich und darf auf dem Court stehen bleiben. Eine neue Mannschaft fordert die Gewinner dann heraus. Nach maximal fünf Siegen eines Team treten zwei neue Mannschaften gegeneinander an. „Dieser Modus hat sich bewährt“, meint Risitc, denn ein strafferer Turniermodus födere eher die Verbissenheit und Konflikte. Generell seien die Jugendlichen hier gezwungen zu kommunizieren und Verantwortung für das Spiel zu übernehmen.

Maxwell Smart als Gast-Kommentator

Auffällig: Trotz der freien Regeln verliefen die Spiele durchweg fair und auf technisch hohem Niveau. Zudem traten Kinder und Jugendliche verschiedenster Altersgruppen gegeneinander an. Kabinettstückchen paarten sich hie und da mit großem läuferischen Einsatz und zahlreichen Traumtoren. Einen professionellen Kommentator hatte das Ganze auch zu bieten: Der Berliner Rapper Maxwell Smart begleitete die Moves der Nachwuchskicker am Mikrofon.

In der Finalrunde traten unter Flutlicht schließlich die vier besten Teams der Hauptrunde gegeneinander an, es kam zu einem packenden Finale zwischen „Hermann-Street“ und den Jungs von „Boddin“. Das Spiel endete schließlich unentschieden und somit gab es zwei Siegerteams – eine schöne Randnotiz, die am Ende des Tages nicht wirklich zählte. Viel wichtiger für Teilnehmer und Veranstalter waren der Spaß und der gegenseitige Respekt bei einem Event, der abermals zeigte: Neukölln ist jung, bunt und kann Fairness.

Die Bildergalerie zum Event

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.