von am 28. Dezember 2013

Jahresschau_13_01Immer wieder freitags zum Jahresende: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche des Jahres – garniert mit Gifs.

Kuratiert von Sabrina Markutzyk und Dominik Sindern

 

Wenn die Hipsterscharen in Neukölln einfallen:

trololo

Neukölln verändert sich. Und das gefällt nicht jedem. Die einen schreiben Kotzkölln an die Wände, die anderen prangern: “Ich sehe junge Menschen”. Und die Gentrifizierung frisst ihre Kinder.

 

Wenn ihr unvorbereitet zu 48 Stunden Neukölln geht:

Wenn ihr unvorbereitet zu 48 Stunden Neukölln geht.

Rund 400 Veranstaltungen bildeten im Juni zusammen das Kulturfestival 48 Stunden Neukölln. Nächstes Jahr findet die 16. Ausgabe des Festivals vom 27. bis 29. Juni statt. Das Motto steht bereits fest: „Courage“.

 

Wenn die Stadt auf dem Tempelhofer Feld Fakten schaffen will, während noch Unterschriften gegen die Bebauung gesammelt werden:

Stop it

Über 113.00 Unterschriften wurden seit dem 14. September gesammelt. Bis zum 13. Januar hat die Initiative 100% Tempelhofer Feld noch Zeit, um die 174.000 Stimmen zu erreichen, die für einen Volksentscheid nötig sind.

 

Wenn bekannt wird, dass sich mitten in Neukölln ein Slum gebildet hat:

Im August wurde bekannt, dass sich auf dem Gelände einer ehemaligen Gartenkolonie ein Slum gebildet hat. Inzwischen wurde das Areal geräumt.

 

Wenn der Vorsitzende der Neuköllner CDU trotz eigenen Ultimatums in der Burschenschaft Gothia bleibt:

Batman

Anfang des Jahres kündigte der Kreisvorsitzende der Neuköllner CDU, Michael Büge an, aus der Burschenschaft “Gothia” auszutreten, sollte diese nicht dem umstrittenen Dachverband verlassen. Als er seiner eigenen Ankündigung keine Taten folgen ließ, entließ ihn später der Sozialsenator Mario Czaja (CDU) aus seinem Amt als Staatssekretär für Soziales.

 

Wenn ein Ex-Kanzler eine Bar in Neukölln umbenennen lässt:

Bitch please

Im April erwirkte eine Kanzlei im Auftrag von Altkanzler Helmut Kohl, dass sich die Helmut Kohl Bar umbenennt. Sie heißt nun Schloss Neuschweinsteiger.

 

Wenn sich ein Investor über die Gentrifizierung in Nordneukölln freut:

Skeletor

Im Dezember wurde bekannt, dass das Karstadt-Gebäude am He-Man-Platz Hermannplatz an einen niederländischen Investor verkauft wurde. Das Gerücht: Eine Primark-Filiale soll die heiligen Hallen beziehen.


Wenn ein Bezirk es nicht auf die Reihe bekommt, eine dauerhafte Lösung für die Unterbringung von Flüchtlingen zu schaffen:

Bob Dylan

An der Haarlemer Straße, Ecke Neue Späthstraße,entsteht eine Flüchtlingsunterkunft, die ab Februar 2014 bezugsfertig sein soll. Zum 1. Januar 2016 muss der Bezirk das vom Möbelunternehmer Kurt Krieger gemietete Grundstück schon wieder zurückgeben – vollkommen unbebaut.

 

Wenn am Ende nur eine Große Koalition herauskommt:

lowered expectations

Bei der Bundestagswahl gewann Fritz Felgentreu (SPD) das Direktmandat, Christina Schwarzer (CDU) zog über die Liste in den Bundestag ein. Trotz hitziger Debatten finden sich beide nun in einer großen Koalition wieder.

 

Wenn in Neukölln eine Weltmeisterschaft stattfindet:

08_Sprung 09_Sprung

Im August fand im Columbiabad die Arschbomben-WM statt. Neben der klassischen Arschbombe präsentierten die Sportler “das offene Brett” oder auch “die Kartoffel”.

 

Wenn ein Bezirksbürgermeister als Privatmann Rathausmitarbeiter beschäftigt, damit diese für ein Buch arbeiten, dass den Privatmann als Bezirksbürgermeister in ganz Deutschland berühmt macht:

makes sense

Nach Recherchen des Tagesspiegel verschwiegen mindestens drei Mitarbeiter des Bezirksamts ihre Nebentätigkeit, bei der sie Heinz Buschkowsky (Autor, im Hauptberuf Bezirksbürgermeister von Neukölln) bei der Fertigstellung seines Buchs “Neukölln ist überall” behilflich waren.

 

Wenn Ökofaschisten ihre Putzfrau entlassen, da diese keine veganen Putzmittel verwende, die sie von ihrem Putzfrauenlohn auch noch selbst bezahlen soll:

myblog

Das Teil ging rund: Ramon Schack veröffentlichte den Kündigungsbrief und betrieb damit Promotion für sein Buch “Neukölln ist nirgendwo”. Die Aufmerksamkeit hatte das Buch aber gar nicht verdient.

 

Wenn 2014 die Leute wegen der A100, dem Tempelhofer Feld oder irgendeiner Kaffeekasse auf die Straße gehen:

angry

 

Und wenn 2014 mal wieder kein neukoellner.net-Autor zu finden ist, um über dieses eine, total wichtige Thema zu berichten:

get a drink

 

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