von am 21. November 2014

wochenschau_48-14Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Einfach nur krank. Die Şehitlik-Moschee wollte am kommenden Montag in Zusammenarbeit mit dem Projekt meet2respect eine Veranstaltung zum Thema „Islam und Homosexualität“ machen. Nach heftigen Protesten aus der Türkei wurde die Veranstaltung nicht abgesagt, aber an einen „neutralen Ort“ verlegt. Es ist beschämend wie Fanatiker, egal aus welchem Lager, immer wieder damit durchkommen, Bemühungen zum Dialog zu torpedieren. Es sind diese starren Sichtweisen, die zu Konflikten und Misstrauen in der Gesellschaft führen. Gerade in Neukölln gibt es schon genug davon. (Wir berichteten)

Verschenkt. Am Mittwoch Abend lief in der ARD der Film „Das Ende der Geduld“, das von der verstorbenen Neuköllner Richterin Kirsten Heisig handelt. Besonders gut ist der Film nicht weggekommen. Viele Klischees über das Leben in Neukölln beklagen die einen (Berliner Zeitung, 18.11.), andere die falsche Darstellung der Person Heisig und der juristischen Arbeit (B.Z., 18.11.) Warum der Film so eindimensionale Charaktere zeigt, erklärt Regisseur Christian Wagner etwas mau mit „erzählökonomischen Gründen“. (SZ, 19.11.) Wer es trotzdem sehen will: In der Mediathek der ARD gibt es den Film aus Jugendschutzgründen nur zwischen 20 und 6 Uhr zu sehen. Die Diskussion im Netz lässt sich so zusammenfassen:

Falscher Alarm. Am Montagabend wurde ein Mann in der Sanderstraße mit Verdacht auf Ebola in das Virchowklinikum gebracht. Am Dienstagmorgen konnte die Erkrankung glücklicherweise ausgeschlossen werden. (Tagesspiegel, 18.11.)

Warmbaderbecken. Satte 1,50 Euro haut das Stadtbad Neukölln mal eben auf den Eintrittspreis drauf. Warum? Weil das Becken jetzt täglich auf 30° C erwärmt wird. Dass das für Schwimmer nicht wirklich cool ist, nimmt man dafür in Kauf. Stattdessen sollen jetzt Familien angelockt werden, die durch die Wärme ihre Kinder nun ans Wasser gewöhnen können. Schließlich sitzt gerade bei denen das Geld besonders locker… (Berliner Woche, 17.11.)

 Warnschild.

Preiskampf.


Tja. 

Raus. Dunkle Performancekünste und House-DJs gibt es morgen Abend bei der Crystal Cavern in der Loftus Hall. Los geht es ab 20 Uhr.

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