von am 22. November 2013

wochenschau_47-13Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Replik. Als letzte Woche der Betreiber des Freien Neukölln in einem Interview mit der Berliner Zeitung erklärte, dass die Gaststätte Ende nächsten Jahres schließen muss, war die Resonanz darauf enorm. Mehr als 5000 mal wurde der Artikel allein auf Facebook empfohlen. Wenig anfangen mit dem Hype um das Freie Neukölln kann dagegen Frédéric Valin, der im Blog Brash eine selbstgerechte Darstellung des Betreibers und der um das Freie Neukölln Trauernden kritisiert:

„Die Tragik vom Ende des Freien Neuköllns ist eine rein nostalgische: Die Zeit, als Neukölln rockte, ist langsam vorbei; und jene, die damals dabei waren, trauern nicht um verlorene Freiheiten, denn was soll das für eine Freiheit sein, bayrisches Bier in Neukölln trinken zu können und dabei Focaccia zu essen? Sie trauern um den verlorenen Mythos. Dieser Protest ist Ressentiment, nicht Revolte.“ 7 Dinge über Gentrifizierung (Brash, 15.11.)

Neues von unseren MdBs, Folge 3: Warten auf Koalition. Solange sich SPD und Union nicht auf das Koalitionskrokodil einigen können, müssen sich unsere beiden Vertreter im Bundestag eben anderweitig beschäftigen. Abgeordneter Fritz macht nen Witz und die Tina sondiert schon mal für den Fall der Fälle vor:

Gesucht. Die B.Z. hat Vlasta Kusevic im Neuköllner Hospiz Ricam besucht. Vlasta hilft dort ehrenamtlich. Das Hospiz sucht übrigens noch Helfer: „Menschen, die Zeit spenden, werden bei uns immer gebraucht“. Potenzielle Freiwillige können sich bei Margrit Rosenberg melden, unter der Tel.: (030)-6288800. Heldin auf dem letzten Weg (B.Z., 19.11.)

Kiezkopf. Seit fünf Jahren lebt Wolfgang in der Weisestraße. Einen Kilometer davon entfernt, auf dem Flugfeld Tempelhof, begann 1971 sein „neues Leben“, wo er nach der Abschiebung aus der DDR landete, nach Jahren der Gefangenschaft in einem DDR-Gefängnis.

Wolfgang sitzt gern im Biergarten in der Hasenheide und belauscht typische Neuköllner Menschen. So sammelt er Stoff für seine Gedichte. Doch Wolfgang ist nicht nur Poet: Er ist auch Naturschützer, Musiker, Ex-DDR-Häftling, Aktivist, Universal-Dilettant, Doktor, Vertriebener. „Wolfgang Endler spinnt Gedanken“ (Flugfeldkapitäne, 18.11.)

Kiez-Shops. Das Netzwerk Mode & Nähen Neukölln hat eine große Karte von in Neukölln ansässigen Modedesignern und Produktionsstätten angefertigt. Hier gibt es den Neuköllner „Fashion Guide“.

Raus I. Zum Wochenende empfiehlt sich das Gelegenheiten mit einem Rundumkonzertpaket. Am Freitag gastiert Barnaby Tree zum Konzert No.1 (Start 20.30 Uhr), das ungefähr so klingen könnte:

Raus II. Samstag, ebenfalls ab 20.30 Uhr, geben sich Simulakra, ein Akustik-Trio aus Israel, die Ehre. Ihre Selbstbeschreibung geht so: „We play our own original music influenced by Middle-Eastern, Balkan and Latin styles and it also include major improvised parts“, raus kommt dabei sowas:

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