von am 11. November 2016

wochenschau_45-16_v3_bigImmer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Ausgeburgert. Diese Woche wurde von der US-Wahl überschattet, doch wenigstens aus Neukölln gibt es Gutes zu vermelden: Das Dandy Diner, veganes Schnellrestaurant der Mitte-Hipster-Mode-Boys von Dandy Diary, hat endlich neue Öffnungszeiten…

 

Death comes for us all🐷💀👻

Ein von Unbekannte Straße (@ustrasse) gepostetes Foto am

Nach nur sechs Monaten und der vermutlich erfolgreichen Aufwertung des Gebäudes, in dem der Imbiss sich niedergelassen hatte, scheitern die Modeblogger. Wir werden Euch nicht vermissen. Und sollte das alles mal wieder ein langweiliger PR-Stunt gewesen sein, verzieht Euch damit das nächste Mal wieder nach Mitte, ihr Opfas!

Auf die Fresse! Neukölln hat einen neuen Boxweltmeister im Super-Mittelgewicht, noch dazu den zweitjüngsten deutschen Boxweltmeister ever. Der 24-jährige Tyron Zeuge wird als neuer Lichtblick im deutschen Profi-Boxen gehandelt. Wir gratulieren!

Sonntags-Spätis. Schon lange wird dafür gekämpft, dass Spätis auch nach Ladenschluss und sonntags öffnen dürfen. Dafür wurden unter anderem Petitionen gestartet, Dialoge zwischen Betreibern und Kontrolleuren versucht und der Verein „Berliner Späti e.V“ gegründet. Doch so lange der „Sheriff von Neukölln“ sein Unwesen in unserem Bezirk treibt, müssen Spätibesitzer mit hohen Bußgeldern rechnen, sollten sie es doch wagen am Sonntag oder Feiertag ihre Türen zu öffnen. Die taz hat das Thema, um das es etwas still geworden ist, nun wieder aufgegriffen und ein lesenswertes Portrait über den AK44-Späti in der Sonnenallee geschrieben.

Unterdessen hat der Neuköllner SPD-Politiker Joschka Langenbrink ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob die Spätis nicht vielleicht doch an Sonntagen verkaufen dürfen. Viel Neues kam dabei jedoch nicht raus: Betreiber dürfen ihre Läden an Sonntagen von 13 bis 20 Uhr öffnen, aber nur, wenn das Sortiment ausschließlich aus „touristischem Bedarf“ besteht. Touristen gibt es hier zwar genug, aber wirklich befriedigend ist das Ergebnis nicht. Vielleicht sollte man mal ein Gutachten über die Motive des werten Sherrifs von Neukölln verfassen und den guten sonntags in die Kirche schicken, wo ihm dieser Tag doch so heilig ist.

Niemals vergessen.

Winterzeit ist Einbruchszeit. Eine junge Mutter berichtet im Tagesspiegel, wie erst nur versucht wurde, in ihre Wohnung einzubrechen und ein Jahr später dann tatsächlich ein fremder Mann nachts in ihrer Wohnung in Schränken gewühlt hat – während sie im Hochbett darüber lag. Ein unheimlicher Erfahrungsbericht, der zu mehr Aufmerksamkeit und Vorsicht rät.

Raus I. Am Freitag, den 12. November improvisiert Jérôme Noetinger bei der Sound Art Night im Spektrum live mit dem Tape Recorder Revox B77. Mit dabei sind auch Noise-Künstler Joke Lanz und Komponist Jonas Kocher, die sich irgendwo zwischen Musik, Performance und Installation bewegen.

Raus II. Von Freitag, den 11., bis Sonntag, den 13. November findet in der Werkstatt der Kulturen das 1. creole Musikfilm-Festival statt. Mit dem genreübergreifenden Festival soll mit Musik- und Filmbeiträgen ein transkultureller Erlebnis- und Diskursraum geschaffen werden. Los geht’s am Freitag um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Raus III. Am Samstag, den 12. November, feiern die Talking Machines mit einem fetten Line-Up ihren vierten Geburtstag in der Griessmuehle. Mit dabei sind unter anderem der amerikanische Hip-Hop-Produzent und DJ Egyptian Lover, Jerome Hill und Dexorcist. Hier geht’s zum Facebook-Event.

 
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2 Kommentare:

  • Bla sagt:

    Oooder man haut nicht ständig auf demjenigen rum, der sich um die Einhaltung von Gesetzen sorgt (und dessen Job es ist!!1elf), sondern versucht Mehrheiten dafür zu organisieren, dass die Gesetze geändert werden. Aber nee, das wäre zu anstrengend und irgendwie gar nicht so hippsterstyle.

    Andere sind da weiter und haben Demokratie und Rechtsstaat verstanden. Ihr Opfas.

  • Katharina sagt:

    Ach Bla, es gibt sicherlich größere Probleme, um die sich der „Sheriff“ kümmern könnte, anstatt Spätis anzuschwärzen, die niemandem etwas tun.
    Demokratie ist übrigens auch, dass wir hier unsere Meinung vertreten dürfen. Wir können auch nichts dafür, dass sie dir öfter mal nicht passt.

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