von am 6. November 2015

wochenschau_45-15Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Panikattacken hatten diese Tage die Beteiligten von 100-Prozent-Tempelhofer-Feld sowie Grüne und Linke in Berlin. Der Grund: Der Senat plant, Notunterkünfte für die Flüchtlinge auf dem Tempelhofer Feld einzurichten, zusätzlich zu der Winterunterbringung in den Flugplatzhallen. Temporäre Traglufthallen sind vorgesehen. Die Ankündigung sorgte bei den Volksentscheid-Siegern für eine Angst-Kakophonie mit Tweets wie diesem:

Linke und Piraten kamen mit dem Allerweltsargument, es gäbe noch genug Gebäude-Leerstand des Landes. Dabei geht es sicher nicht darum, einen Kranz fester Flüchtlingsheime am Rand des Feldes hochzuziehen, sondern schlicht um eine logistische Notlösung für die kalte Jahrezeit. Die Grünen haben zwar nichts gegen die Traglufthallen, möchten diese dann aber lieber am Columbiadamm und bitte nicht auf dem Feld – willkommen in der politischen Kleingeistigkeit. Geht es um die Nichtbebauung des Tempelhofer Feldes, ihren größten politischen Erfolg der letzen Jahre, versteht die Opposition keinen Spaß. Das Feld bietet Platz, der schnell verfügbar und erweiterbar ist, also nutzt es für Winterunterkünfte und zwar am Besten sofort. Es geht darum, Menschen zu schützen, nicht heilige Kühe der Lokalpolitik.

Gestrandet in Neukölln ist diese Woche FAZ-Autor Thomas Lindemann und zwar in unserem Turm von Babel, dem Estrel-Hotel. Hier sein Neukölln-Erlebnis.

Testimonial-Gif.

Testimonial-GIF
Raus I. Dieses Wochenende gibt’s ausnahmsweise drei Samstagstipps, weil’s gerade passt. Los geht es mit dem „Kellergedeck“  in der Kultstätte Keller. Am 7. November ab 20 Uhr mit Wein und Spaß an der Freunde, ab 0 Uhr mit Electro von Daso, Ed Ed und Aantigen.

Raus II. Eine Stunde später, 21 Uhr, startet das ORI mit „Betrunkene Gedichten“ ins Wochenende.

Raus III. Feiern bis in den Sonntag lässt sich dann im Sameheads mit Sven Atterton und der Hot-Pony Crew, Beginn 23 Uhr.

Melancholia in Neukölln kommt nicht von Lars, sondern von Schabatz & Rabatz auf ihrem Seasidetrip – Enjoy Folks:

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3 Kommentare:

  • Bla sagt:

    Danke, für die eindeutige Positionierung zur Nutzung des Tempelhofer Feldes für die Versorgung von Flüchtlingen. Es kann nicht angehen, dass Menschen sich um ihr elitäres Freizeitvergnügen sorgen, während tausende Menschen kein Dach über dem Kopf haben. Die Bigotterie der Wohlstandsbewahrer kennt offenbar keine Grenzen mehr.

    Ich gehe noch weiter und meine, dass das Tempelhofer Feld im Laufe des kommenden Jahres noch weiter zu bebauen ist. Warum auch nicht? Da ist Platz, der woanders fehlt.

    Anderes Thema: Dass unsere Bürgermeisterin bei Merkel war, ist ja toll. Aber gibts dazu auch Inhaltliches? Das vermisse ich in letzter Zeit sehr stark bei ihr. Keine Inhalte, nur schöne Bilder. Schade drum.

  • Tobias sagt:

    @ Bla: Klare Inhalte von Frau Giffey zum entsprechenden Foto findest du u.a. auf ihrem Facebook-Account: https://www.facebook.com/franziska.giffey

    Oder ich zitiere: „Heute Termin im Bundeskanzleramt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nachdem sie im Mai die Neuköllner Röntgen-Schule besucht hat, hatte sie mich eingeladen, den Dialog einmal in ihrem Büro fortzusetzen. Neben Fragen der Integration war das Thema Flüchtlinge der Hauptfokus unseres Gesprächs. Ich habe von der Situation vor Ort berichtet, von der Situation in den Turnhallen, die für die Flüchtlingsunterbringung eingezogen werden, vom Unmut in der Bevölkerung über die derzeitige Situation. Ich habe deutlich gemacht, dass es notwendig ist, große Lösungen für die Flüchtlingsunterbringung wie auf dem Tempelhofer Feld zu finden und dass die Kommunen vor Ort dringend auch die Unterstützung des Bundes brauchen, damit wir es schaffen können. Die Bundeskanzlerin hat mir zugesagt, diese Punkte heute auch in der Besprechung mit den Ministerpräsidenten anzusprechen und zu prüfen, wie die Bundeswehr unterstützen kann.“

  • jakob sagt:

    Da zeigt sich leider wieder mal was die feisten Berliner Grünen für Prioritäten setzen. Da ist ja die CDU progressiver!

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