von am 31. Oktober 2014

wochenschau_44-14Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Fucking Hell. Nirgendwo in Berlin steigen die Mieten so sehr wie in Neukölln. Das ergab eine Auswertung des Onlineportals Immobilienscout24. Danach sind die Mieten hier in den letzten fünf Jahren um 54 Prozent gestiegen. 8,21 Euro kostet der Quadratmeter in einer Durchschnittswohnung. Insgesamt sind die Mieten in Berlin in dieser Zeit um 30,8 Prozent gestiegen. Der kranke Irrsinn soll hier nicht aufhören: Für nächstes Jahr wird ein weiterer Anstieg um 5 Prozent erwartet. Auch die Mietpreisbremse ab 2015 wird eines nicht ändern: Was die Stadt braucht, sind neue, bezahlbare Wohnungen. (Berliner Zeitung, 29.10.)

Pornokannibale. Zweieinhalb Jahre nach der Festnahme des kanadischen Mörders Luka Rocco Magnotta in einem Späti an der Karl-Marx-Straße, erzählt die Berliner Morgenpost anlässlich des Prozessbeginns nochmal die Geschichte von Kadir Anlayisli. Er hatte am 04. Juni 2012 Schicht im Späti und erkannte den Mann, der bei ihm im Internet surfte. Wirklich Neues steht nicht drin. Außer vielleicht, dass es auch für die Polizei ein besonderer Tag war. (Berliner Morgenpost, 29.10.)

Ungelöst. Auch zwei Wochen nach dem Fund der Leiche eines Babys auf dem Weichselplatz hat die Polizei noch keine konkreten Hinweise erhalten. Gesucht werden weiterhin Augenzeugen und die Mutter des Kindes. (Berliner Morgenpost, 30.10)

Promi-Gier. Focus Online interviewt Simi zu ihrer Show „Simi Will Format“. Dabei verrät sie auch, dass sie unbedingt mal Claus Kleber als Gast begrüßen möchte. Und: „Ich will auf keinen Fall die Ina Müller Neuköllns werden.“ (Focus Online, 24.10.)

Gedankensprünge. Die taz gibt sich sportiv und versucht in wenigen Sätzen das Jobcenter Neukölln, die Regelfixiertheit der Deutschen, das SchwuZ, Sicherheitsmänner, Gefahren bei Nacht in Neukölln, Gentrifizierung und den Fotoautomaten an der Flughafenstraße in einen Kontext zu setzen. Und Italien. (taz, 24.10.)

Gegen diese Hektik hilft ein wenig analoge Gelassenheit.

Raus I.  Samstag ist es Zeit für Nacht und Nebel. Ab 18 Uhr zeigt das Kunst- und Kulturfestival an über 70 Orten Malerei, Skulpturen, multimediale Installationen, Lesungen, Performances, Theater, Tanz und Musik. Ab 22 Uhr gibt es eine After-Show-Party in der Villa Rixdorf. Nacht und Nebel

Raus II. Ebenfalls am Samstag ab 18 Uhr: Die dritte Ausgabe der Neukölln Shopping Nacht. 20 Geschäfte haben voll lang auf (bis 22 Uhr). Es gibt Snacks, Drinks und hier und da Sonderangebote. Die Aftershowparty findet ab 23 Uhr im Chester’s statt. Mit dabei: Daniel Wang, Delfonic, Arcarsenal und Brother Morris.

 

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