von am 24. Oktober 2014

wochenschau_43-14Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Raus aus den Schlagzeilen. Die Al-Nur-Moschee steht immer wieder in der Kritik. Sie biete einen Raum für Salafisten, lautet der Vorwurf. Nun versucht die Moschee, sich von der ständigen Beobachtung der Medien und der Behörden zu befreien. Das zumindest vermutet die Morgenpost als Grund für die Entlassung des Predigers Abdul Adhim Kamouss. Dieser hatte vor ein paar Wochen in der Talkshow von Günther Jauch durch ununterbrochenes Reden bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. (Berliner Morgenpost, 20.10.)

Und gleich wieder rein. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen anderen Prediger der Moschee. Sheik Abu Bilal Ismail habe am 18. Juni in seiner Predigt Allah zum Töten von Juden aufgefordert. (Tagesspiegel, 23.10.)

Wortbruch. Anstatt eine langfristige und menschenfreundliche Strategie zu erarbeiten, beschließt der Senat Flüchtlinge vom Oranienplatz zur Ausreise aus Berlin zu zwingen. Darunter auch einige, die in Neukölln leben. (Berliner Zeitung, 22.10.)

Intransparenz. Anne Helm beschreibt, wie private Investoren mit dem Bau von Flüchtlingsheimen ohne öffentliches Vergabeverfahren schnell mit dem Leiden anderer Geld verdienen können. („Geschäfte mit Refugees in Neukölln“, 21.10.)

Gewalt an Lehrern. 45 gemeldete Angriffe auf Schulpersonal hat es in Neukölln im Schuljahr 2013/14 gegeben. Damit ist der Bezirk einer der gefährlichsten für Lehrer. Das ergab eine schriftliche Anfrage des SPD-Abgeordneten Joschka Langenbrinck an das Abgeordnetenhaus. „Lehrer werden von der Gesellschaft häufig als faul dargestellt, als eine Berufsgruppe, die viel Freizeit hat, aber nichts leistet. Wenn sich die Eltern zu Hause dann ähnlich äußern und die Autorität von Lehrern anzweifeln, scheint das für viele Jugendliche ein Freifahrtschein zu sein“, sagt Josef Kraus vom Deutschen Lehrerverband dem Berliner Kurier (21.10.) zu den Ursachen.

Jobangebot. Nach dem angekündigten Abschied von Gilles Dunhem sucht Morus 14 einen neuen Geschäftsführer. (Morus 14, 23.10.)

Fundstück.

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Foto: Anne Stephanie Wildermann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Raus I. Zum Frühstück mit Kostüm lädt das Sameheads am Samstag bei der Fried „Stomach Cramps“ Breakfast Party ab 14 Uhr ein. Es gibt English Breakfast und spannende Nachmittagsunterhaltung. Ab 21 Uhr gibt es eine Live-Show von Noblesse Oblige. Eintritt ist bis 20 Uhr frei, danach 3 Euro. Motto der Kostüme übrigens: Musical Icon. Sameheads

Raus II. Bei soviel Unwissen, so vielen Zweifeln, die über den Islam, aber auch über Christentum und Judentum existieren, wäre es gut, einfach mal unbefangen Fragen stellen zu dürfen. Genau diese Gelegenheit bietet die Salaam-Shalom-Initiative am kommenden Montag ab 19 Uhr. Einladung

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