von am 7. Oktober 2016

wochenschau_40-16_bigImmer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Hartes Pflaster. Stellt Euch vor, Ihr seid ein Räuber. Ihr sucht Euch eine Kneipe aus, deren Gäste ihr um das Bargeld und die Wirtin um die Einnahmen des Abends bringen wollt. Ihr geht in den Laden, ballert mit eurer Schreckschusspistole rum, doch anstatt Angst und Schrecken zu verbreiten, werdet Ihr ignoriert und am Ende mit einem Baseballschläger auf die Straße geprügelt. Genau so ist es in der Reuterstraße passiert. Also, liebe Räuber, sucht euch einen anderen Kiez! Hier funktioniert diese Scheiße nicht.

Apropos Waffengewalt. Dass hier in Neukölln einiges an krimineller Scheiße abgeht, wissen ja selbst TV-Produzenten. Dass ein Waffennarr in der Altenbraker Straße gleich ein ganzes SEK-Kommando zu Besuch bekommt, ist aber nicht ganz alltäglich. Auslöser war eine Paintballwaffe, mit der er hantiert haben soll. Nachbarn hätten das beobachtet. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung fanden die Beamten ein Luftdruckgewehr, zwei Schreckschusswaffen, fünf Rauchbomben sowie einen Schlagring.

Khara.

Problemimam. Im Sommer besuchte ihn Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey zum Fastenbrechen, im Verfassungsschutz taucht Imam Mohamed Taha Sabri von der Dar-As-Salam-Moschee in der Flughafenstraße als Verbindungsglied zur Muslimbruderschaft auf. Die Berliner Zeitung hat den „Problemimam“ getroffen und einen Mann kennengelernt, der sich zwar öffentlich gegen Extremismus, Terror und für die Gleichberechtigung von Mann und Frau positioniert hat, aber bei dem trotzdem vieles im Dunkeln bleibt.

Außenansicht Gentrifizierung. Der britische Guardian hat sich mit der Gentrifizierung in Neukölln auseinandergesetzt. Der sehr ausführlich recherchierte Artikel mit dem Titel „No bling in the hood…“ befasst sich vor allem mit den Geschehnissen im Schillerkiez und rund um die Friedel 54 und LeBrecht 23 62 (wir berichteten).

WG-Zimmerangebote aus der Hölle.

Zeichen stehen auf Rot-Grün. Die Neuköllner SPD will wohl mit den Grünen in der BVV zusammenarbeiten. Das berichtet zumindest die B.Z.. Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD): „Mit den Grünen sehen wir die größten Schnittmengen, sozialdemokratische Politik in Neukölln umzusetzen und die begonnenen Projekte in den Bereichen Bildung, Integration, Wohnen, soziale Stadtentwicklung, Arbeit und Wirtschaft nachhaltig zu weiteren Erfolgen zu bringen.“ Mal sehen, was die guten Absichten letztlich zu Tage fördern.

Raus I. Schön abhotten könnt ihr in der Griessmühle am Freitag ab 22 Uhr. Dann heißt es Planet Parallel mit Arad, Dead Fader und Anthropous Anonymous. Zum Event.

Raus II. Im Comedy Café in der Roseggerstraße 17 erwartet euch am Samstag die Komikerin Helen Duff, die „als menschgewordener Orgasmus“ schon viele zum Verzücken gebracht hat. Die Show ist auf Englisch. Eintritt: 6 bis 8 Euro. Start: 20 Uhr.

 
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