von am 12. September 2014

wochenschau_37-14Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Farce der Woche. Die SPD setzt auf Demontage der eigenen Glaubwürdigkeit und hat diese Woche einen ziemlich kreativen, wenngleich perfiden Weg gewählt, um dies auf Kosten der Neuköllner Bevölkerung deutlich zu machen. vergangenes Wochenende erst hatte die Partei auf einer Klausurtagung ein Papier verabschiedet, in dem die gereifte Erkenntnis zum Ausdruck kam, dass ein politisch durchgesetzter Milieuschutz in manchen Gegenden Neuköllns durchaus etwas Gutes habe. Im BVV-Ausschuss am Mittwoch reichten nun die Grünen einen Antrag ein, in dem ähnliche Forderungen gestellt wurden. Eine gute Chance also, dieses wichtige Projekt umzusetzen.

Die SPD, deren Landesvorsitzender und Bürgermeister-Aspirant Jan Stöß den Milieuschutz ebenfalls gerade als „richtigen Weg“ bezeichnet hat, lehnte den Antrag aber ab – war ja auch ein Antrag der Opposition. Dass das wenig Sinn ergibt, angesichts der Dringlichkeit und auch der Bedeutung des Problems, dürfte klar sein. Dementsprechend dominiert Unverständnis die Reaktionen.

 

 

 

P.S. Eine Stellungnahme der SPDler, die ihr Papier zum Milieuschutz vorher noch feierten, gibt es nicht.

Muslime und Juden. Sind Muslime die neuen Juden? Armin Langer von der Salaam-Shalom-Initiative behauptet genau dies. Muslime würden in dieser Gesellschaft benachteiligt und diskriminiert (Tagesspiegel, 09.09.). Sascha Nemtsov widerspricht (Tagesspiegel, 10.09.)

Dachgeschehen. Nur noch bis Montag kann man Benjamin Riehms‘ Dokumentarfilm über den Klunkerkranich mitfinanzieren. Die Köpfe hinter „Fuchs und Elster“ und  „Zu Hause e.V.“ wurden ein Jahr mit der Kamera dabei begleitet, wie sie auf dem Dach des Shopping-Centers Neukölln Arcaden ihr neustes Projekt verwirklichen. Der Film erzählt laut Projektbeschreibung von einer „Gruppe junger Menschen in Berlin-Neukölln, die ihrer Leidenschaft folgen, brach liegenden Flächen und Gebäuden ihrer Stadt wieder neues Leben einzuhauchen.“  Zum Spenden auf Startnext hier entlang.

Columbiabad I – Flugkunst. Selbst ist er nur einmal vom 10-Meter-Turm gesprungen. Dabei hat er 40 Jahre am Wasser gearbeitet. Der Tagesspiegel portraitiert Klaus Schaalburg, der die Sprünge der Jungs im Columbiabad als Rettungsschwimmer künstlerisch dokumentiert hat. (Tagesspiegel, 08.09.)

Columbiabad II – Messer, Prügel, Polizeieinsätze. Das Süddeutsche Zeitung Magazin traut sich ins Neuköllner Freibad und kommt mit einer Reportage wieder raus: „Nass und Gewalt„. Heute am Kiosk.

Columbiabad III – Die Vermittler. Wenn’s Probleme gibt, einfach den Imam rufen. So oder ähnlich sollte es Laufen am Columbiabad. Das hat alles nicht funktioniert, weil man von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen war. Ist auch nicht mehr so wichtig, zumindest für dieses Jahr. Das Freibad hat nach dem herbstlichen August schon zu. (Tagesspiegel, 08.09.)

Verantwortungsbewusst.


Kiezcredibility.

 

Fundstück. Das wäre dann auch geklärt.

Foto (6)

Gesehen bei: Wäsche Hochfeld Miederwaren, Karl-Marx-Straße 104

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Raus. Wie schon letzte Woche angekündigt, findet das traditionelle Strohballenrennen am Samstag statt. Um 14: 30 Uhr geht es los. Eröffnet wird von Kulturstadträtin Franziska Giffey und dem tschechischen Botschafter Rudolf Jindrák. (Homepage/ Ankündigung in der Berliner Woche, 08.09). Die Berliner Woche packt sogar noch eine Liebesgeschichte vom Popraci drauf. (Berliner Woche, 08.09.)

Raus II. Madame Zik heute abend in der Villa Neukölln. Um 19 Uhr geht es mit einer Cooking Performance los. Danach treten „The So Lame Music Show“ und die Songwriterin Carole M. auf. Programm.

Au ja, ich spende via: PayPal | Überweisung | Bankeinzug | Flattr

 

 

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