von am 4. September 2015

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Immer wieder freitags: Geschichten vom Neuköllner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Columbiabad adé? Angeblich steht das Columbiabad vor dem Verkauf. Besitzer des Grundstücks ist der Bund und der möchte, laut Bild, gerne einige seiner Grundstücke in Berlin loswerden. Das kann niemandem gefallen, entsprechend äußerte sich auch Bezirksbürgermeisterin Giffey gegenüber der Bild-Zeitung:

„Eine Katastrophe“, sagt Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (37, SPD). „Wir haben als Bezirk ein eminentes Interesse, dass die Freizeitstätte erhalten bleibt.“

Besser spät als nie. Meistgeliked diese Woche bei uns auf Facebook: der Artikel „Rettet die Spätis“: Aufgeben niemals! zur Petition für ein freies Sonntags-Verkaufsrecht der Spätis in Neukölln. Stand bis dato: Mehr als 33.000 Unterschriften. Die Reaktion der Politik: Lasst es uns aussitzen, denn eine Anpassung des Ladenöffnungsgesetzes wäre politische Kärrnerarbeit. Aber nichts spricht dagegen, nach kleinen Lösungen zu suchen. Ein Vorschlag der Petitions-Initiatorin Christina Jurgeit: Die Spätis könnten den Status von Verkaufsstellen für Tourismusbedarf bekommen, dann dürften sie auch an Sonntagen öffnen. Weit hergeholt wäre das nicht, angesichts der explodierenden Besucherzahlen in der Hauptstadt. In diesem Jahr strömten fast 6 Millionen Touris ins dicke B, so viele wie noch nie. Also liebe Frau Giffey & Co.: Sicher, es wird nicht einfach, aber fangen sie endlich an, das dicke Brett zu bohren, denn gerade das ist gutes politisches Handwerk in der Demokratie.

Refugeeticker. Ist jetzt fix: Das T-Feld wird Flüchtlingsunterkunft. Daumen hoch dafür. Daumen runter allerdings für das Flüchtlingsheim in der Haarlemer Straße in Neukölln. Für mehr als acht Millionen Euro 2013 hochgezogen, läuft die Nutzung nach bereits zwei Jahren aus. Ende September ist offiziell Schluss, und der Abriss würde schätzungsweise 600.000 Euro kosten. Der Grund für den Pfusch: Stümperhaftes Vertrags- und Projektmanagment der öffentlichen Hand. 

Wichtig! In unserem Beitrag „Hier kann geholfen werden“, der heute Nachmittag online geht, findet ihr viele Möglichkeiten, um den Flüchtlingen Spenden oder anderen Support zukommen zu lassen.

Dirty Derby. TSV Rudow versus SV Tasmania – 1 zu 3 endete der Derbyfight zu Gunsten der Tasmanischen Teufel, die jetzt Tabellenführer der Berlin-Liga sind. Die Tore im Kurzvideo:

Werkeln.  Am Samstag, den 5. September geht die Medienwerkstatt in der Schillerpromenade 31 an den Start. Auch neukoellner.net beteiligt sich an dem Projekt. Und darum geht es: Workshops (Blog aufbauen mit WordPress, „Wie bediene ich eine Kamera“ etc.) vermitteln Interessierten das Handwerk der Medien; die Teilnehmer nutzen dann ihr neues Wissen, um darüber zu berichten, was im Kiez so alles passiert. Der Gewinn: Mehr gegenseitige Aufmerksamkeit und Kooperation zwischen den Projekten der Kiezbewohner.  Zum Auftakt stellt sich die Medienwerkstatt auf dem Kiezfest am Herrfurthplatz vor. Besucher können über Logo-Entwürfe abstimmen, die Nachbarschaft mit Hilfe einer digitalen Schnitzeljagd erkunden und einen Blick in den Werkstattraum in der Schillerpromenade werfen.

The Kiez is in the air. Jetzt jeden Freitagmorgen um 11.40 auf Flux FM – Regina und Sabrina abwechselnd mit dem Kruden oder dem Wichtigem aus einer Woche Neukölln. Diesen Morgen: Die neuesten Entwicklungen in Sachen Refugees.

Raus I. Zum gechillten Ankommen im WE: „Lovetrax III“ im Sameheads. Freitag, der 4. September ab 23 Uhr. Unter anderem mit Bad Boy Baader – Soundpiece siehe unten.

Raus II.Das Zapotek in der Niemetzstraße 24 macht dicht. Also auf zur Abschiedsparty am Samstag, dem 5. September.

Raus III. „Say Hallo to your neighbours“ am Sonntag, dem 6. September.  Auf dem Kranoldplatz lädt das Bündnis für Neukölln zu seinem Sommerfest. Das Besondere: Neuköllner und Neuköllner Flüchtlinge sollen sich hier besser kennen lernen.

Listen to da Bad Boy

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