von am 28. August 2015

wochenschau_35-15Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Ungebetene Gäste. Das sind Refugees für die Neuköllner Ho(s)tels – und wir reden nicht von einer mildtätigen Gabe. Wir haben bei sieben Häusern im Viertel nachgefragt, ob sie Geflüchtete aufnehmen, die mit dem Übernachtungsgutschein vom LaGeSo im Wert von 50 Euro um Kost und Logie bitten.

Das Ergebnis: Nur zwei von sieben Ho(s)tels sagen ja. Die anderen komplimentieren direkt hinaus oder führen ein Musterungsverfahren durch – sicher gehen, dass der Refugee keine Junkie ist, zum Beispiel.

„Das LaGeSo gibt Gutscheine aus für etwas, das es nicht gibt. Ein Freiticket in die Obdachlosigkeit. Aber auch das gibt es nicht geschenkt. Anstellen muss man sich als Refugee dafür schon noch.“

Die Reportage zum Schämen: „Wir nehmen grundsätzlich keine Flüchtlinge auf„.

Flucht nach Neukölln. Anlass für unsere Hotelrecherche war die Geschichte einer Familie aus Aleppo. 2013 flohen Mohamed, seine Frau Roqa und die beiden kleinen Töchter Rushin und Reema aus Syrien. Im Nordirak fast getötet vom IS, über die Türkei, Griechenland, bis sie schließlich nach zwei Jahren auf der Flucht in Berlin landen, vor dem LaGeSo in Moabit. Doch ihre Odyssee ist noch nicht zu Ende. Über die Familie hat Buzzfeed-Redakteurin Anna Dushime ein starkes Stück geschrieben. „So kamen Mohamed und seine Familie aus Syrien in mein Leben„.

Bester Biergarten of all time.  Das ist die Hasenschänke“ in der Hasenheide, eigentlich ein Imbissstand. Jetzt war der  Tagesspiegel zu Besuch, Urteil: Die Schänke ist das Auge im Sturm von Neukölln. Richtig so. „Als das Kamel an die Theke kam

Lost Pony.

 

Raus I. Am Samstag, dem 29. August heißt es, auf zur „Langen Nacht der Religionen“. In den Moscheen, Kirchen und Tempeln Neuköllns kann man die Religionsgemeinschaften  des Viertels kennen lernen. Hier das Programm (Neukölln ab Seite 84).

Raus II. Warum nicht mal eine Kafka-Lesung? Die gibt es am Sonntag, dem 30. August im Laidak in der Boddinstraße 42/43. Beginn 19 Uhr.

Raus III. RIXPOP Livemusik ab 18 Uhr. Open Air & Free. Das letzte Mal in diesem Sommer. Streetfood, Wein & Drinks. Mit Jam Connection (Funk/Soul) und Wynton Kelly Stevenson (Bluesbeats & Loops/Perc.)

Statt Sound mal was fürs Auge: Die zweite Folge von Neuköllns Hipster-Soap „Ecke Weserstraße“, frisch gecrowdfunded:

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