von am 29. August 2014

wochenschau_35-14Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Meldung der Woche I: Die U8 fährt wieder durch! Nach über einem Jahr des Wartens ist nicht mehr an der Boddinstraße Schluss, sondern wieder an der Hermannstraße. Das sorgt für Durchatmen bei den Anwohnern, auch wenn noch nicht alles schick ist. Unsere Autorin hat beim renovierten Abschnitt genauer hingesehen (Allet neu, allet schick?, neukoellner.net ). Andere feierten die Wiedereröffnung des U-Bahnhofs Leinestraße mit einer Durchfahr-Party.

Während es bei der U-Bahn wieder rollt, hakt es bei der S-Bahn. Und zwar gewaltig. Ein vorsätzlich gelegter Kabelbrand ließ viele Pendler am Donnerstagvormittag verzweifeln. Dazu bescherte ein herrenloser Koffer auf den Gleisen am S-Bahnhof Hermannstraße einen Bombenalarm (Herrenloser Koffer…, Tagesspiegel). Auf der Ringbahn (S 41 und S42) ging es nur noch per Schienenersatzverkehr voran. Zeitweise waren bis zu 30 Busse im Einsatz, die teils im Stau festhingen. Auch die S8 und S9 waren betroffen. Erst Sonntagmorgen ist Besserung in Sicht. (S-Bahn wegen Brandstifung unterbrochen, Tagesspiegel)

Meldung der Woche II: Zwar nicht lokal, aber von höchster regionaler Bedeutung: Wowi will nicht mehr! Zum Jahresende legt Berlins regierender Bürgermeister seine Ämter nieder. Schluss mit dem Stress um BER, Tempelhofer Feld und Stadtschloss. Wowereit hat fertig. Manch einen Neuköllner Barbesitzer scheint da die Wehmut zu packen.

Unter dessen ist das Gerangel um die Nachfolge im Roten Rathaus bereits voll entbrannt. Und da mischt auch Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky mit. Er empfiehlt Stadtentwicklungssenator Michael Müller, sich für das Amt des Regierenden Bürgermeisters zu bewerben (Buschkowsky will Müller als Senatschef, Berliner Zeitung). Müller gilt als solider Wowereit-Vertrauter, musste jedoch zuletzt herbe Kritik an seiner bisherigen Planung fürs Tempelhofer Feld einstecken.

Meldung der Woche III: Problemschulen wagen Neuanfang. So titelte zu Beginn der Woche die Berliner Morgenpost. Hintergrund: Am neuen Campus Efeuweg in der Gropiusstadt werden zu Schuljahresbeginn 18 neue Lehrer eingestellt. Die Liebig-Sekundarschule und die Walt-Disney-Grundschule wollen sich zusammenschließen und es dem Campus Rütli nachmachen. Herrscht da etwa Aufbruchsstimmung? Bildungsstadträtin Franziska Giffey brachte schon mal Blumen (Zwei Problemschulen wagen den Neuanfang…, Berliner Morgenpost).

Diskussion der Woche: In einer monothematischen Wochenschau hatten wir uns zuletzt mit dem Antisemitismus auseinander gesetzt. Es ging dabei um die Reaktionen auf einen Mann, der mit Israelflagge am Auto durch Neukölln gefahren war. Die sich um ein friedliches Zusammenleben bemühende Salaam Shalom-Initiative sah die Aktion kritisch und hat die Diskussion jetzt weiter geführt (Sind Kreuzberg und Neukölln antisemitisch? Juden erzählen, Salaam Schalom).

Rein I: Der Sommer ist leider so gut wie vorbei. Wem das Freibad bereits zu kalt geworden ist, der hat in Neukölln jetzt wieder eine neue Indoor-Alternative. Die Sanierungsarbeiten am Kombibad Gropiusstadt sind abgeschlossen. Gefeiert wird Samstag und Sonntag mit fetter Pool-Party (14 bis 18 Uhr) und vergünstigtem Tarif.

Rein II: Beinfreiheit ist ein neues Skatevideo, das in Berlin gedreht wurde. Die Protagonisten stellen ihren Film im Trude Ruth & Goldammer vor, mit Ausstellung und anschließender Party.

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