von am 24. August 2012

Wochenschau 34-12Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Links der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Während der Bundestag noch Ferien hat, müssen die BVV-Mitglieder seit gestern wieder arbeiten. Die Zusammenfassung der Sitzung:

Gute Nachrichten für Späti-Besitzer und Mietwohnende: Fraktionsübergreifend bittet die BVV das Bezirksamt sich dafür einzusetzen, dass inhabergeführte Spätis auch Sonn-, und Feiertags ihre Waren vertreiben dürfen. Darum fürchteten zuletzt die Berliner, nachdem ein von bild.de als „Spätkauf-Hasser“ bezeichneter Herr zum Kampf für das Ladenschlussgesetz antrat (wir berichteten).In Sachen Mieterschutz hat die BVV beschlossen – beziehungsweise beschlossen, sich dafür einzusetzen – dass die  „Kündigungsschutzklausel-Verordnung“ (kurz KüSchuKlVO) künftig auch in Neukölln gelten soll. Die in anderen Bezirken bestehende Verordnung besagt, dass Eigenbedarfskündigungen nur mit einer Frist von sieben Jahren möglich sind.

Neue Nebenbeschäftigung für Buschkowsky: Unser Bürgermeister ist jetzt Mitglied des Beirats der Stiftung „Lebendige Stadt„. Klingt nett. Und wird finanziert von der ECE, eine Einkaufscenter-Baugesellschaft. Sympathisch. (Ps: ECE-Link klicken lohnt, Webseite mit Sound!)

Neukölln und die Gentrifi…

Der eine beschwert sich über „all the fucking students, artists, and layabouts„, der andere schreit nach „Wifi und Biomärkten„: In der taz trafen sich der Besitzer des Freien Neukölln und ein Mitglied der Hipster-Antifa auf ein Streitgespräch. Streit findet sich in „Wir werden überschwemmt“ aber wenig bis keiner. Das Pläuschchen kratzt gerade einmal an der Oberfläche des behandelten Themas. Schade.

Was kommt: Hören, Reden, Schauen

Um die tausend Menschen  demonstrierten vergangenen Samstag gegen den Pro-Deutschland-Auflauf in Neukölln. Dennoch ist Rechtsextremismus gerade auch hier ein großes Problem, dem sich Donnerstag, 30. August, ein Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion widmet:  „Rechtsextremistische Bedrohung in Berlin-Neukölln“ – im BVV-Saal des Rathauses Neukölln, ab 18 Uhr (Infoflyer, pdf).

Hauswände können mehr – Widerstand zum Beispiel (nicht ganz frisch), und heute auch Kino: Freitag findet die zweite Neuköllner Kurzfilmwanderung statt. Das Thema: Schatten und Lichter. Start: 20:30 Uhr, am Spielplatz im Durchgang Karl-Marx-Straße/Reuterstraße.

Am Sonntag treten im Little Stage Club die Purple Souls aus Österreich auf. Davor durften sie schon im Vorprogramm von den Crystal Fighters und BOY auftreten. Entscheidungshilfe:

Nicht das richtige? Kommenden Donnerstag, den 30.08, kommt „Neuer Pop aus Bayern“ (Züricher Zeitung) in die Liesl, Nogatstraße 30. Kofelgschroa heißen die Herrschaften aus Oberammergau, die Züricher Zeitung schreibt über sie:

Oberammergau hat Kofelgschroa geprägt, aber nicht kaputtgemacht. Sie haben Strategien oder zumindest Ausweichmanöver ausgeheckt, um sich von Oberammergau zu lösen. Indem sie zwar für Tuba und Akkordeon arrangieren, auf überlieferte Liedstrukturen dann und wann zurückgreifen, persönlich werden, nie aber gemütlich – oder eben den Ortsnamen in dem «Oberammergau» betitelten Lied exzessiv wiederholen, was einen groovenden Exorzismus zur Folge hat.

Für den Geschmackstest das richtige Schlusswort: I sog net

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