von am 14. August 2015

wochenschau_33-15Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Nimm das. In Neukölln gibt es keine Gentrifizierung, sagt zumindest der Berliner Stadtsoziologe Sigmar Gude im Interview mit der Welt. Aus seiner Sicht müssen drei Faktoren erfüllt sein, um von Gentrifizierung zu sprechen – 1. Menschen mit höherem Einkommen ziehen dauerhaft zu. 2. Die Neuen verändern massiv die Baustruktur, sprich renovieren Deluxe und 3. Die neue Gruppe beginnt mit ihren kulturellen Vorlieben, das jeweilige Viertel stark zu beeinflussen. Für Gude trifft nur letzteres auf Nord-Neukölln zu; beispielsweise durch den Zuzug von Studenten. Die ersten beiden Faktoren würden überschätzt. Zudem würden Umfragen zeigen: 40 bis 50 Prozent der Zugezogenen geben an, nicht lange in Neukölln bleiben zu wollen. Echte Gentrifizierungsbezirke in der Hauptstadt seien dagegen aktuell Kreuzberg und Teile von Friedrichshain.

So schaut’s aus.

Neuköllner Duftnote. Um sie zu destillieren wäre Labdanum gut, ein altes Ägyptisches Räucherharz. Zumindest für die scharf-salzige Note, die Neuköllns Dönerbuden im Viertel verströmen, wie Parfümeur Geza Schön erklärt. Zusätzlich müsse noch eine Seifennote in ein „Eau de Neukölln“. Die ganze Sicht von Schöns Nase in einem Artikel der Berliner Morgenpost.

Abgesoffen. Vor zehn Jahren musste Neuköllns Bespaßungsbad „Blub“ schließen und verrottet seitdem. Inzwischen fallen Scharen von „Anbandoned Places“-Enthusiasten über das Areal her. Dazu eine Geschichte in der Welt.

Der Flowmarkt-Renner.

Raus I. Kann man sich mal anschauen: 3.500 Kerzen und 500 Reisekoffer bilden abends ein Labyrinth auf dem Tempelhofer Feld. Dazu gibt es eine Inszenierung des Theaters Anu unter dem Label „Traumreise“. Vom 13. bis 16. August, Beginn um 21.15 Uhr, Eintritt: 15 Euro.

Raus II. Eine Wasserschlacht à la Songkran aus Thailand veranstaltet der Keller am Samstag, dem 15. August. Los geht’s um 17 Uhr auf der Weichselstraße Neukölln.

Raus III. Wer mal nackt auf Schlager tanzen will, auch das geht in Neukölln. Sonntag, der 16. August im SchwuZ (offen für alle). Beginn ist um 19 Uhr, Eintritt 5 Euro.

Ohrenschmaus fürs WE: Alana Doon – Soul-Lady aus den Lenau-Stuben mit Komet-Support.

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