von am 31. Juli 2015

wochenschau_31-15Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Wirtschaftsmacht. Wer hätte das gedacht; Neukölln ist nicht nur Party-Hotspot und Hartz IV-City sondern fidel wie eine chinesische Sonderwirtschaftszone. Das behauptet zumindest die B.Z in einem Beitrag. So kommt angeblich ein Drittel der weltweiten Marzipanproduktion aus dem Kiez. Neukölln verarbeitet auch Herzschrittmacher, Zigaretten (Philipp Morris) und 800 Tonnen Rohkaffee – so viele Bohnen kokeln jeden Tag in den Röstereien im Viertel. Ganz wichtig: Der Leser erfährt von der B.Z zudem, welches Parfüm Bürgermeisterin Franziska Giffey aufträgt. Deren Blick in die Zukunft reicht schon bis zum BER: „Es reagieren immer noch viele ungläubig, aber Neukölln hat eine Menge Potenzial. Nicht zuletzt durch die A 100 und den neuen Flughafen“, so Giffey. Hier geht’s zum Artikel.

Rettet die Spätis. Während sich die Bürgermeisterin im Marzipan- und Zigarettenland sonnt, geht es den Spätibetreibern im Viertel immer schlechter, stranguliert von Strafgeldern für das Öffnen am Sonntag. Für diese Kleinunternehmer, die essentiell sind für das Leben im Viertel, rührt der Bezirk keinen Finger. Deshalb unterstützt neukoellner.net die Petition #Rettet die Spätis von Christina Jurgeit und wir hoffen, Ihr ebenfalls! Ein neues Kampagnen-Video gibt’s auch:

Harald Juhnke. Der Gute ist zwar kein Sohn Neuköllns, trotzdem könnte der 2005 gestorbene Edel-Entertainment-Alki hier zu späten Ehren kommen – auf dem Tempelhofer Feld soll es einen Harald-Juhnke-Weg geben. Das zumindest ist bis jetzt der Vorschlag mit den meisten Stimmen unter den 800 Ideen, die Bürger bis dato in den so genannten „Pflege- und Entwicklungsplan“ für das Feld eingebracht haben. Mehr hierzu gibt’s in einem Artikel des Tagesspiegel.

Bigshit im Viertel

Game of Drones. Für alle Drohnen-Enthusiasten eine Ankündigung: Am Samstag, dem 5. September findet auf dem Tempelhofer Feld das erste „Drone Match“ Berlins statt. Wer mitmachen und mitorganisieren will, bitte hier entlang.

Raus I. Die Jungs von Yaron Records laden zur Finalsause ihrer Crowdfunding Kampagne in die Griessmühle. Freitag, der 31. Juli – Konzertbeginn ist um 20 Uhr, später Party.

Raus II. „Endlich Samstag“ und Clubben gehen, heißt es  im Keller in der Karl-Marx-Straße. Samstag, der 1. August ab 22 Uhr.

Raus III. Zum Ausklang des Wochenendes ein kleiner Ohrenschmaus – der „Jetset Neukölln“ Mix von Jürgen Ratan, Am Kinem und Damiano von Erckert:

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Ein Kommentar:

  • Tim sagt:

    „Die über 1000 Spätis haben eine unverzichtbare, soziale Funktion in Berlin und schon Kult-Status. Sie sind ein fester Ankerpunkt in jedem Kiez und eine willkommene Anlaufstelle für Einheimische, Zugezogene und Touristen.“

    Ja, vor allem die soziale Funktion ist absolut unverzichtbar – schon toll, wenn sich die besoffenen Zugezogenen und Touristen vorm Spätkauf bis spät in die Nacht bespaßen und man als Einheimischer auf seinen Schlaf verzichten darf. Wenn die Spätkaufbesitzer mehr Rechte wollen, dann sollten sie vielleicht auch mal auf ihre Pflichten achten – dazu gehört unter anderem auch die Einhaltung der Nachtruhe.

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