von am 2. August 2013

 Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Eismann der Herzen vs. Eismann der Behörden. Mauro Luongo ist Eisverkäufer und stand mit seinem Eiswagen bisher immer am Neuköllner Eingang zum Tempelhofer Feld, in der Herrfurthstraße. Doch da darf er nun nicht mehr stehen, weil ein Späti-Betreiber vom Ordnungsamt die alleinige Lizenz zum Eis verkaufen an der Stelle bekommen hat. Das findet nicht nur Luongo sehr schade, sondern auch seine treue Stammkundschaft. Die sammelt nun Unterschriften für Luongo und demonstrierte letztens lautstark im Schillerkiez für ihren Eismann der Herzen. Das Eis ist heiß: Demo für das Tempelhofer Paradiso (Facetten Magazin, 27.07)

Im Rathaus nichts Neues. Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hatte diese Woche seinen 65. Geburtstag.  Zum Geburtstag schenkte ihm der RBB ein gefälliges Portrait. Kurz vor seinem Geburtstag gab Buschkowsky der Morgenpost ein Interview zum Stand der Dinge in Neukölln. Dort ging es um böse Zuwanderung (Südost-Europa), gute Zuwanderung (Spanien), steigende Mieten, Bildung und die von ihm befürwortete Kita-Pflicht:

„Rund ein Fünftel der Einwandererkinder geht in Neukölln nicht in die Kita. Ohne Kita-Besuch haben drei Viertel der Kinder bei der Einschulung katastrophale Sprachmängel. Nach gut zwei Jahren in der Kita sind es nur noch 25 Prozent. Kitas sind keine Kindergarage, sondern Bildungseinrichtungen. Wir können uns das „am-Rande-der-Gesellschaft-liegen-lassen“ von Tausenden von Kindern einfach nicht mehr leisten.“ Buschkowsky besorgt wegen Zuwanderung aus Südost-Europa (Berliner Morgenpost, 27.07) /  (RBB, 31.07)

Katze to go. Diese Woche eröffnete Berlins erstes Katzencafé, das Pee Pees Katzencafé. In dem Café in der Thomasstraße sind zwei Kater zuhause, die sich frei im Café bewegen dürfen. Der Clou: Die Anwesenheit der Katzen soll auch eine therapeutische Funktion haben:

„Es sei erwiesen, dass Kuscheln mit Katzen dem Menschen gut tue. „Das senkt den Blutdruck und beruhigt.“ Kontakt mit Katzen sei so die ultimative Therapie für gestresste Großstädter, sagt die Frau mit dem punkigen Kurzhaarschnitt.“ Macchiato mit Mietze (Berliner Zeitung, 01.08)

Raus. Heute ist im Heimathafen der zweite Tag des Puschenfest. Dort treten heute Abend JULIA HOLTER und BOHREN & DER CLUB OF GORE auf. Ab 20 Uhr.

 

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