von am 18. Juli 2014

wochenschau_29-14
Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Bioladen-Tourismus: Vier Jahre gibt es nun die Biosphäre an der Ecke Weser-/Hobrechtstraße. Dort kann man vergünstigt Bio-Waren einkaufen, sofern man einen Nachweis hat, dass man weniger als 856 Euro im Monat verdient. Diese Kontrolle passt nicht jedem, ist aber nötig, erzählt die Gründerin Marion Ziehrer dem enorm-Magazin. „Die Idee ist richtig, aber die Umsetzung ist schwer.“ Manche werden aggressiv (enorm, 03/14)

Knallhart saniert: Karstadt-Aufsichtsrat Stephan Fanderl kündigt eine Sanierung ohne Tabus an. Und das könnte auch die Filiale am Hermannplatz betreffen. Nachdem Karstadt-Chefin  Eva-Lotta Sjöstedt nach nur fünf Monaten ihren Job aufgegeben hat, fürchten jetzt die Mitarbeiter um ihre Jobs. Facetten zitiert eine Mitarbeiterin, die gehofft habe, noch bis zur Rente in ihrem Karstadt zu arbeiten. Das sei jetzt eher unwahrscheinlich. Dunkle Wolken über dem Hermannplatz (Facetten Magazin, 12.07), Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt schmeißt hin (Handelsblatt, 07.07., inklusive Karstadt-Krisen-Chronik)

Bereits im vergangenen Jahr wurde das Gebäude an den niederländischen Investmentfonds Meyer Bergmann verkauft. Damals spekulierte die Berliner Zeitung, es könnte eine neue Primark-Filiale entstehen. Kommt Primark an den Hermannplatz? (16.12.2013)

Juliane Beer looking at things: Die Schriftstellerin Juliane Beer begibt sich durch Nordneukölln auf die Suche nach der Gentrifizierung. Nervtötend durch Farin Urlaub in Endlosschleife unterlegt, zieht sie mit Achtziger-Jahre-Domina-Frisur vom Kottbusser Damm durch die Hobrechtstraße und kommt zu dem Schluss: „Sowas gabs früher nicht.“ Am Ende landet sie am Richardplatz, wo sie feststellen muss, dass nicht alle Gentrifizierer böse sind. Immerhin: In der Sonnenallee ist es „trashig wie eh und je .“ Dialogischer Höhepunkt im Video (Min. 13:18):

„In Neukölln leben wie gesagt zahlreiche Kulturen. Und hier haben wir einen Herrn – aus Rumänien?“

„Ja…Rumania. Bukarest.“

„Okay. Und Sie wohnen in Neukölln?“

„Ja….Neukölln. Neukölln.“

„Okay. Dankeschön.“

Weisheit der Woche. Der Grinch von Neukölln ist weiterhin ganzjährig tätig:

Goldig. Die Galerie Kunststück Berlin feiert die Goldenen Zwanziger in einer Ausstellung und sucht dafür noch Künstler. Statt um die echten Zwanziger Jahre mit Armut, Wirtschaftskrisen und politischer Instabilität, soll es eher um das Leben der Oberschicht gehen. Kunst, Champagner, Charleston. Gehängt wird in Salonhängung. Goldrausch (Berliner Woche, 14.07.)

Und am Wochenende?

Raus / Zappeln. Dazu lädt die Griessmühle von heute bis Montag ein. Diesmal wird Samstag ab 15 Uhr der Bier-Ball-Meister gesucht. Außerdem ein Literatursalon mit Thomas Götz von Aust, Andreas Schwarz & Stefan Gilles. Auf die Ohren gibt es dann unter anderem das:

Raus / Klamottentausch …und gleichzeitig picknicken. Dazu lädt ReFash am Sonntag aufs Tempelhofer Feld ein. Ab 16 Uhr. Fashion Swap and ReUse PICNIC

 

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