von am 28. Juni 2013

 Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Zu Gast in Fantanele. Bezirksstadträtin Franziska Giffey hat das Dorf Fantanele in Rumänien besucht. Das Dorf wurde bekannt, als sehr viele Familien ihre Heimat dort verließen und nach Berlin zogen. Die meisten nach Neukölln. Nun sah sich Franziska Giffey, die in Neukölln als Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport dafür verantwortlich ist, dass die zugereisten Kinder in das Schulsystem integriert werden, mal an, woher die vielen Roma Familien so kommen. Die FAZ hat sie begleitet und erklärt, wieso viele Familien versuchen, sich in Berlin niederzulassen: „Es ist die Arbeitslosigkeit, die hier die Peitsche schwingt, die Perspektivlosigkeit.“ Dazu kommen die Versprechen von Transferleistungen, deren Höhe mit normalen Jobs in Rumänien nicht annähernd zu erreichen sind: „Für jedes Kind bekommt eine Roma-Familie in Berlin mehr Geld, als ein Lehrer in Fantanele. Die Französisch-Lehrerin Florina Iacob beispielsweise verdient rund 200 Euro pro Monat.“ Willkommen im Roma-Dorf (FAZ, 26.06).

Wider dem Verfall. Die ehemalige Frauenklinik im Mariendorfer Weg liegt, trotz Investor, schon seit Jahren brach. Das soll sich nun ändern. Ab Mitte 2014 sollen auf dem Gelände 900 Wohnungen entstehen. Diesen Sommer ist also noch Zeit für Erkundungsspaziergänge wie unseren aus dem Jahr 2011Einstürzende Altbauten (Tagesspiegel, 24.06).

Neulich im Raucherkabuff. Interview mit Kurt Krömer über seine Afghanistan-Reise, Rassismus, Neukölln und sein abgekühltes Verhältnis zu Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky:

„Wir haben uns mal gut verstanden – bis ich begann, ein bisschen an seiner Autorität zu kratzen. Ich hatte ihm gesagt, ich würde einen Themenabend machen, nur für ihn. Wir haben ihm dann das Raucherkabuff im Studio mit Stroh ausgelegt und ein schwarzes Schaf mitgebracht. Aber dann habe ich die anderen Gäste vorgezogen, so dass am Ende keine Zeit mehr für ihn blieb.

Er hat 45 Minuten in dem Raucherkabuff mit dem Schaf auf dem Schoß verbracht. Da hat das kleine HB-Männchen ein bisschen Blut gespuckt. Seitdem hat er nicht mehr mit mir gesprochen. Nur vor der Wahl kam aus seinem Büro die Anfrage, ob ich nicht mit ihm auf ein Plakat will. Das ist doch Showbiz-Politik.“ „Ich weiß, wo ich herkomme“ (taz, 27.06)

Kein Fußbreit. Der Blog Berlin rechtsaußen berichtet von einem Infostand der NPD in Britz, unweit des Anton-Schmaus-HausesNPD provoziert in Britz (Berlin rechtsaußen, 24.06)

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Ab nach Holland. Im Rahmen der Konzertreihe Neuklang Neukölln wird das holländische Klarinettenquartett Nieuw Amsterdams Klarinet Kwartet am Sonntag um 17 Uhr im Ballhaus Rixdorf auftreten.

 

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