von am 29. Juni 2012

Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Links der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Im Rahmen der Recherche zu unserem Kommentar über den Farbbeutelanschlag auf die Schillerbar vergangene Woche sind wir auf die Hipster Antifa Neukölln gestoßen. Proklamiertes Ziel: Kiezaufwertung! Hinter dieser Provokation versteckt sich das Anliegen, nicht auf jede aufwertende Entwicklung mit dem zum Klischee verarmten Beißreflex zu reagieren. Und vor allem, dass Gentrifizierungskritik nicht zum Hass gegen einzelne Personen (Schillerbar) oder Gruppen (die Hipster, oder wahlweise auch Touristen oder Studenten) missbraucht wird:

Die Diskussion wird von Ressentiments bestimmt, die mit einer Kritik an den strukturellen Problemen nichts mehr zu tun haben, die im Kapitalismus herrschen. Das führt zu diversen Ekelhaftigkeiten, beispielsweise werden Personen als Verantwortliche abgestempelt. Das ist falsch und gefährlich, das sieht man an den Übergriffen, die es bereits gegeben hat.

Das ganze Interview mit einem Mitglied der Hipster Antifa könnt ihr hier in der Jungle World nachlesen. Und wer glaubt, dieses Anliegen wäre unbegründet, dem empfehlen wir einen Blick in die beiden Fotoalben der Hipster Antifa.

Das Anton-Schmaus-Haus hat es nicht leicht: Zwei Brandanschläge im vergangenen Jahr, weswegen nun Geld für einen Schutzzaun um das frisch renovierte Jugendhaus gesammelt wird. Jetzt hat aber die Versicherung gekündigt und das Anton-Schmaus-Haus steht ab kommendem Jahr ohne Versicherung da. Gegenüber dem Tagesspiegel begründete die Versicherung ihren Ausstieg wie folgt:

Die zwei Brandstiftungsschäden im Abstand von nur fünf Monaten, bei denen die Täter nicht gefasst worden sind, bergen ein nicht kalkulierbares Risiko weiterer ähnlicher Schäden

Die ganze Geschichte und die möglichen Auswirkungen: im Tagesspiegel.

Ab Herbst wird für die nächsten 48 Stunden Neukölln geplant. Bereits jetzt gibt es Stimmen, die das Kulturfestival in Zukunft nicht nur auf Nord-Neukölln beschränken wollen:

„Es gibt Überlegungen, das Fest auf den Süden Neuköllns auszuweiten“, sagt Kulturstadträtin Franziska Giffey (SPD). Mögliche Orte seien das Gemeinschaftshaus Gropiusstadt und der Gutshof Britz.

Der ganze Artikel in der Berliner Zeitung.

In der Weserstraße, Ecke Hobrechtstraße, steht seit neustem ein Trinkbrunnen.  „Der erste Berliner Trinkbrunnen in echter Kiezlage.“

Das Kulturcafé Fincan in der Altenbrakerstraße 26 beherbergt heute die selbsternannte Jazz-Polizei Team Cholerica. Ab 20 Uhr wird dort der „musikalische Frieden“ wiederhergestellt. Eintritt variert nach eurem Gusto zwischen 3 und 8 Euro. Pünktlich kommen, aus Rücksicht auf die Anwohner geht das Konzert nur bis 22 Uhr.

In den Räumen von ARTCONNECT BERLIN, in der Boddinstraße 62, findet heute ab 18 Uhr der offizielle Book Launch von „Wellensittich entflogen, Farbe egal“ statt. Das Buch zum Blog Notes of Berlin. Neben vielen Notes, die ausgestellt werden, erwarten euch Earlybird-Freibier und ab  20 Uhr Livemusik von Freedom or Death.

PS in Wochenschau-eigener Sache: Aktuell existiert ein Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht. Sollte dieser Entwurf zum Gesetz werden, wäre die Wochenschau in dieser Form nicht mehr realisierbar, da wir nicht mehr unentgeldlich auf andere Publikationen verlinken dürften. Wer sich ausführlicher damit beschäftigen möchte, der klicke bitte hier.  

 

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