von am 22. Juni 2012

Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Links der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Ein letztes Mal in diesem Jahr beginnen wir die Wochenschau mit 48 Stunden Neukölln: Im Rahmen des Kulturfestivals haben wir insgesamt 28 Artikel und ein Fazit veröffentlicht und möchten uns noch einmal ganz herzlich beim Café Myxa für die Gastfreundlichkeit bedanken. Vielleicht sehen wir uns ja heute Abend noch einmal zum Viertelfinale dort?

Der englischsprachige Blog Artconnect Berlin veröffentlichte am Montag sein Foto-Fazit zu 48 Stunden Neukölln. Die Bilder findet ihr hier. Vom Kiezradio: ein Rundgang über das Festival als Radio-Feature. Und dann war da noch die Veranstaltung über das „Polnisch sein“ in der deutsch-polnischen Buchhandlung Buchbund. Eine Zusammenfassung über den Film- und Diskussionsabend über Polen in Deutschland ist hier in der BZ nachzulesen.

Abschließend der Hinweis auf die Umfrage des Kulturnetzwerk Neuköllns zu 48 Stunden Neukölln. Sie dauert nicht lange und soll helfen, das Festival weiter zu verbessern.

Einen Grimme Online Award erhielten diese Woche die berlinfolgen. In den wöchentlichen Reportagen werden Menschen aus Berlin portraitiert, „die eine Geschichte zu erzählen haben“. Wir gratulieren und zeigen euch die aktuelle Folge mit Hennig Vierck. Vierck leitet den Comenius Garten im Böhmischen Dorf, dem wir letztes Jahr einen Besuch abgestattet haben. Unser Interview und eine winterliche Fotostrecke findet ihr hier.

Weiter südlich in Neukölln, in Britz, wird seit ein knapp 10 Jahren Wein angebaut. Als der moldawische Winzer, Viktor Sucksdorf nach Neukölln kam, beantragte er, eine Brachfläche in der Nähe des Gutshofs Britz zum Weinbau nutzen zu können. Seit 2005 wird nun, ganz unkommerziell, Wein produziert:
„Der Wein ist für den Bezirk. Wir wollen lokal bleiben und verstehen uns auch als Lehrweingut, das Tradition weitergibt“

Die ganze Geschichte steht in der taz.

Vor fast einem Jahr wurden auf das Anton-Schmaus-Haus der Jugendeinrichtung „Die Falken Neukölln“ zwei Brandanschläge verübt. Seit dem 1. Mai wird es wieder genutzt. Um weitere Anschläge zu verhindern, wurde nun die Aktion Bollwerk gegen Nazis gestartet. Dort wird Geld gesammelt, um einen Schutzzaun errichten zu können. Für 5 Euro könnt ihr einen Zentimeter Zaun spenden.

Zum Abschluss diesmal keine Empfehlungen, dafür die Farce der Woche:

Abdul Güzel, der Wirt des Bierbaum 3, spannte die wohl größte Deutschland-Fahne, die man während der Europameisterschaft in Neukölln sehen konnte. 24 Meter lang, einmal quer über die Kienitzer Straße. Nach vier Tagen machte das Ordnungsamt Neukölln dem Spaß jedoch ein Ende und kassierte die Flagge ein, obwohl sie in 20 Metern Höhe wohl wenig gestört hat. Die ganze Geschichte inklusive Fotos könnt ihr hier in der BZ nachlesen. Eine Frage bleibt jedoch offen: Hat sich die Behörde dafür nun 120 Punkte für „Capture the Flag – Deutschland knicken“ (pdf) eintragen lassen und führt sie dort womöglich nun auf einen Schlag die Neukölln-Wertung an?

 

3 Kommentare:

  • Anonymous sagt:

    Wenn der Wirt bzw. seine Kumpels vollpfostig ihre Megafahne am Schornstein der Häuser befestigen (wofür diese nicht ausgelegt sind) dann muß sich keiner wundern daß das Ordnungsamt tätig wird. Daß sich die BZ als Anwalt kleiner Leute aufspielt wundert nicht.

  • […] ist nicht zum ersten Mal Zielscheibe von rechten Attacken. Nach zwei Brandanschlägen soll aktuell ein Schutzzaun gebaut werden, weil die Versicherung sonst den Vertrag nicht weiterführen will. Innensenator Frank Henkel […]

  • […] Güzel ist übrigens Wiederholungstäter: Bei der letzten EM hatte er auch schon so ein Teil – und spannte die Fahne quer über die Kienizter Straße. Skandal: Nach vier Tagen kassierte das Ordnungsamt Neukölln die Flagge ein, ein Anwohner hatte sich beschwert (wir berichteten). […]

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