von am 7. Juni 2013

Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Roma in Neukölln. Vergangenen Sonntag lief im ZDF eine halbstündige Reportage über Roma, die aus Rumänien nach Deutschland kommen wollen und über die, die schon da sind. Die Reportage berichtet von der Lage in Neukölln, Bezirksstadträtin Franziska Giffey wird interviewt und erzählt von Benjamin Marx, der in der Harzer Straße ein komplettes Haus für zugezogene Roma saniert hat. Noch ist die Reportage in der Mediathek abrufbar: Arm. Ausgebeutet. Abgelehnt. (ZDF Reportage, 02.06.)

An der Bildung sparen? Der Zensus 2011  offenbarte, dass Berlin um 180.000 Einwohner kleiner ist als gedacht. Unmittelbare Folgen hat das für den Länderfinanzausgleich, der unter anderem anhand der Bevölkerungszahl der jeweiligen Bundesländer berechnet wird. Unter dem Strich muss Berlin deshalb knapp eine Milliarde Euro zurückzahlen und für die Zukunft mit weniger Unterstützung aus dem Süden (eine halbe Milliarde pro Jahr) rechnen. Das muss woanders wieder reingeholt werden und so stellt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Florian Graf, bereits das „Lieblingsprojekt von Klaus Wowereit“ in Frage:  

 „Wenn Sie mich nach der Priorität der Landesbibliothek fragen, dann ist das eine der fernen Zukunft.“

Die Landesbibliothek wackelt (taz, 02.06.)

Stolpern in Neukölln. Heute werden vor der Evangelischen Schule Neukölln in der Mainzer Straße sowie in der Biebricher Straße und Friedelstraße zehn neue Stolpersteine verlegt. Die Stolpersteine sollen an ehemalige Bewohner Neuköllns erinnern, die vom Naziregime ermordet wurden  (Berlin Online, 06.06.). Eine Zeitreise zu den Spuren jüdischen Lebens in Neukölln  haben auch wir unternommen: Vom Gründerzeitbau in den Kibbuz, von Dorothea Kolland.

Ausstellung. Der Blog Notes of Berlin, mit dem wir zusammen ab und an die Notes of Neukölln veröffentlichen, lädt zur Ausstellung. Ausgewählte Exemplare werden ab heute für drei Wochen im UnterTitel, in der Kienitzer Straße 22, präsentiert. Zur heutigen Vernissage (ab 19 Uhr) gibts zusätzlich Musik – die Lion“s Tame Band. 

Raus. Im Gelegenheiten, Weserstraße 50, findet Samstag um 20 Uhr die Performance „The DNA of Words“ statt. In der Performance sollen neue Arten untersucht werden, um Poesie vorzutragen. Dabei wird auf speziell dafür entwickelte neue Instrumente wie ein Trash-Banjo oder eine digitale Schreibmaschine zurückgegriffen. Die Performance wird kommenden Dienstag um 22 Uhr im Loophole, Boddinstraße 60, wiederholt. 

Dem Autor auf Twitter folgen:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.