von am 13. Mai 2016

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Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlungen fürs Wochenende.

Lass es dir munden. Buschkowsky wollte sie im vergangenen Jahr ausreißen lassen – die Reben des Weingartens am Britzer Koppelweg. Der Grund: Was ein Verein Neuköllner Weinenthusiasten um Winzer Viktor Sucksdorf (sowjetische Ausbildung zum Kellermeister) in Britz kellterte, war für den Bezirk mehr als reines Hobby (sie nahmen Spenden für ihre Tropfen); doch Weinbau war in Berlin nur als Freizeitspaß erlaubt. Seit Kurzem ist das Gesetz geändert und Berlin hat mit Rheinland-Pfalz eines gemeinsam: amtlich akzeptiertes Weinbaugebiet in Deutschen Landen. Hurra! Wir freuen uns schon auf den 2016 Jahrgang Goldträublein NK!

Streichelzoo. Bürgermeister Michael Müller machte in Neukölln Sprechstunde mit den Bürgern. Die interessierte so einiges: Elektroteaser für die Polizei, TTIP oder auch die Durchsetzung des Verbots, Wohnraum als Ferienressort für Touristen anzubieten. Müllers Positionen dazu? Unser Autor Tobias Maier war dabei und hat es aufgeschrieben.

Blutiger Straßenkampf. Übelst verprügelt wurde diese Woche Neuköllns Piratenchef Steffen Burger. Zwischen ihm und einem Autofahrer kam es zu den für Neukölln leider üblichen Nicklichkeiten um zu wenig Platz auf der Fahrbahn. Nur diesmal blieb es nicht beim Wortgefecht, sondern der Politiker kassierte Schläge, mehrfach und massiv. Rad-Fan Burger twitterte anschließend ein Bild seiner blutigen Blessuren, um für sein politisches Herzensthema zu werben: Mehr und bessere Fahrradwege für Neukölln. Dafür setzt sich auch der „Volksentscheid Fahrrad“ ein. Her mit euren Unterschriften!

Alptraum voraus. Nach den Berlin-Wahlen im September soll sie endlich angegangen werden: die überfällige Erneuerung des Vivantes-Krankenhaus-Molochs in Neukölln. Der Plan des Senats: 10 Jahre Renovierung bei laufendem Betrieb für 585 Millionen Euro. Unter den Fittichen von Berlins glücklosem Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja (CDU), wird das Mammutprojekt wohl nicht an den Start gehen, folgt man den Wahltrends. Aber sein Nachfolger hat auch nur dasselbe schlechte Werkzeug wie der CDU-Mann: den Berliner Verwaltungsapparat. Ein Moloch soll den anderen erneuern. Neukölln bekommt sein eigenes BER-Projekt.

Nüscht dahinter

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Screenshot Webseite AfD Neukölln am 12. Mai 2016

Raus I. Am Freitag, dem 13. Mai, ist der „Internationale Hummus Day“. Wer das in Neukölln zelebrieren möchte, dem empfehlen wir das Poshlust Deli in der Lichtenrader Straße 49.

Raus II. Am Samstag, dem 14. Mai, lädt die „Fesche Lotte“ zum Vintage- und Fashion-Market auf dem Kranoldplatz. Ab sofort an jedem 2. Samstag im Monat von 11 bis 18 Uhr.

Raus III. Sonntagstipp: Rummel dir einen in Neukölln auf den „Maientagen“ – der Freundin nen Plüschteddy schießen, Kinder aus der Wasserrutsche schmeißen, das volle Programm. Zur Einschätzung ein Besuch des Tagesspiegels.

Übrigens.  Letztes Jahr noch im Berghain, dieses Jahr in Neukölln: Der Vorverkauf zum „Pop-Kultur-Festival“ hat begonnen. Unter anderem dabei sind die A-WA Sisters:

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