von am 9. Mai 2014

wochenschau_19-14
Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Heimathafen-Gate. Der Heimathafen hat sich Anfang des Jahres mit einem Bild und seiner nachfolgenden Außendarstellung in die Nesseln gesetzt. Auf dem ausgestellten Bild war eine weiße Frau vor einem asiatischen Motiv, die ihre Augen mit den Fingern zu Schlitzen zieht. Der Vorwurf an den Heimathafen: „strukturelle Reproduktion von rassistischen Stereotypen“, kurz: Rassismus. Auf den Vorwurf folgten eine verständnislose und arrogante Reaktion des Heimathafens. Im Migazin fasst der Kultur- und Politikwissenschaftler Kien Nghi Ha den Vorfall und seine Aufarbeitung zusammen und erläutert, wieso das Motiv doof ist und die Reaktion darauf ein Beleg für „ihren monokulturellen Bildungshorizont“.

„In der seltsamen Welt des Neuköllner Volkstheaters gelten künstlerische Freiheit und Diskriminierungsfreiheit als Gegensätze, so dass nach dieser Logik die wahrhaftige Kulturarbeit der deutschen Mehrheitsgesellschaft offensichtlich nur auf Kosten marginalisierter Minderheiten möglich erscheint.“

Lesenswert: Rassismus im “Volkstheater” (Migazin, 07.05)

So nicht. Der Landesrechnungshof rügt den Senat für die Planung der neuen Landesbibliothek auf dem Tempelhofer Feld, der Grund: Die Flächenplanung und Wirtschaftlichkeitsprüfung seien mangelhaft. Auch der Koalitionspartner CDU distanziert sich erneut von den Plänen. Rechnungshof übt scharfe Kritik an ZLB-Plänen (Tagesspiegel, 03.05)

WtF?! Diese Woche erreichte uns eine Pressemitteilung aus dem Rathaus, in der dementiert wurde, dass die NPD eine Podiumsveranstaltung mit Thilo Sarrazin und Heinz Buschkowsky im Rathaus veranstaltet. Eine solche war natürlich nie geplant – die NPD hat die Veranstaltung einfach mal so via Pressemitteilung erfunden. Vielleicht war ihnen langweilig da unten in ihrer „Hochburg“ in Neuköllns Süden. Aber jetzt, da die NPD schon unsere Aufmerksamkeit hat und die Europawahl vor der Tür steht, würde es sich doch anbieten, kollektiv die Facebook-Seite der NPD zu melden, oder? Hier lang, dann neben dem „Gefällt mir-Button“ das kleine Zahnrad anklicken und auf „Seite melden“ gehen…

Fundstück. The times they are changing: Früher hieß es noch „Neukölln bleibt dreckig“. Und jetzt?

 

Neukölln ist überall, Folge 576. In Barcelona gibt es einen Vintage-Möbelladen namens Neukölln. Ende der Nachricht.

Schnitzeljagd. Das Körnerschnitzel ruft zum siebten Mal zur Entdeckungstour. Die Schnitzeljagd führt neben 29 Körnerkiez-Orten auch zum kunstraum t27 in die aktuelle Ausstellung „Together“ mit Werken von ETAW, Steffen Kasperavicius und Jorge Lopes. Das vollständige Programm.

Raus 1. Das Fincan wird 5 – und feiert das mit Bazar und Party: Tassen hoch!, Samstag, von früh bis spät.

Raus 2. Die Leuchtstoff Kaffeebar hat auch Geburtstag, Nr. 3: Am DJ-Pult u.a. neukoellner.net-Resident Zola. Ab 19 Uhr. 

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