von am 27. März 2015

wochenschau_13-15

Immer wieder freitags: Geschichten vom Neukoellner Tellerrand und darüber hinaus. An dieser Stelle präsentieren wir die Themen der Woche – was wir noch sagen wollten, was die Anderen so machen und unsere Empfehlung fürs Wochenende.

Großeinsatz. Ein verdächtiger Gegenstand hatte am Donnerstagvormittag am Hermannplatz einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Häuser nahe dem U-Bahnhof sowie der Verwaltungstrakt des Karstadt wurden kurzzeitig evakuiert. Nachdem Experten einen Koffer, der an einen Briefkasten gekettet worden war, mittels Wasserdruckgewehr und Roboter aufgebrochen hatten, entpuppte sich der Inhalt als völlig harmlos. Die Ordnungskräfte fanden alte Kleidung, Elektroschrott und einen leeren Bierkasten. (rbb-online, 26.03.)

Alien-Landung. Tokio Hotel spielten am Montag Abend im Heimathafen und schimpften anschließend: „Amazing show – worst venue ever! Heimathafen Neukoelln sucks!“ In ihrem Facebook-Post nannten sie die Namen der verantwortlichen Lichttechniker, die ihnen die „kreative Freiheit“ genommen hätten. Auslöser des ganzen Gezetere war laut Heimathafen der geplante Einsatz von Lichtequipment, das für einen Ort dieser Größe nicht zulässig gewesen wäre und damit ein Sicherheitsrisiko für Publikum, Künstler, Mitarbeiter und Gebäude dargestellt hätte. Es brach zunächst ein Shitstorm von Tokio Hotel-Fans auf die Techniker und die Location los, auf den jedoch glücklicherweise eine Menge Solidaritätsbekundungen von Heimathafen-Fans folgten. Und die BILD erklärte das ganze zum „Facebook-Krieg“.

Letzte Ruhe. Neukölln hat einen neuen Tumblr: „Friedhof der Fernseher“. Dürfte sich bestimmt noch ordentlich füllen, Motive gibt es ja genug.

Mietenschutz. 2016 soll es in Berlin einen Mietenvolksentscheid geben. Angestrebt wird ein „Gesetz zur sozialen Wohnungsversorgung Berlins“. Es soll dafür sorgen, dass die städtischen Wohnungsunternehmen wieder gemeinnützig arbeiten, dass öffentliche Wohnraumförderung zu bezahlbaren Mieten führt und der soziale Wohnungsbau in unserer Stadt gestärkt wird. Bald werden dafür Unterschriften gesammelt. Beim Kieztreffen im Café Selig kann man heute ab 19 Uhr mehr erfahren und wie man sich beteiligen kann.

Sperrmüllschutz.

Fundstück. Schöne Fotoserie auf dem einsamen Parkdeck der Arcarden.

 

Rund-um-die-Uhr-Radeln. Extremsportler Christoph Strasser ist 24 Stunden lang im Kreis gefahren. Er hat mit seinem Rennrad 76-mal das Tempelhofer Feld umrundet, um genau zu sein und hat mit satten 896 Kilometer am Stück einen Weltrekord aufgestellt. Und warum das Ganze? „Das war die Idee meiner Sponsoren“, erklärte er im Interview mit dem Tagesspiegel. (tagesspiegel.de, 23.03.)

Finale. Nachdem es zuletzt beim Neuköllner Traditionsklub SV Tasmania etwas skandalträchtig zuging (wir berichteten), herrscht jetzt wieder eitel Sonnenschein. Durch ein 6:4 im Elfmeterschießen über Lichtenberg 47 ist die Tasmania am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge ins Berliner Pokalfinale eingezogen. Der Gegner dort wird Regionalligist BFC Dynamo sein. Das Finale steigt am 20. Mai (19 Uhr) im Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg.

Raus I. In der Griessmühle geht’s diesmal von Freitag- bis Sonntagabend. Und das knallt (Infos hier).

Raus II. Wer das #worstvenueever (a.k.a. Heimathafen) doch ganz erträglich findet und noch irgendwie Tickets für die ausverkauften Shows ergattert, kann dort heute und morgen Funny Van Dannen auf seiner „Geile Welt“-Tournee sehen.

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